BBC-Dokumentation: Was wäre wenn … Frauen die Welt regierten?


In der neuen BBC-Dokumentation Was wäre wenn … Frauen die Welt regierten? diskutieren Condoleezza Rice, Mary Robinson, Christine Lagarde, Michelle Bachelet, die US-Ministerin für innere Sicherheit Janet Napolitano, und andere führende Persönlichkeiten über die Stärkung und Ermächtigung von Frauen und darüber, wie unsere Welt aussähe, wenn Frauen Führungspositionen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens besetzten.

Die Dokumentation wird präsentiert von Dee Dee Myers, die als erste Frau das Amt des Pressesprechers des Weißen Hauses übernahm. Sie schrieb außerdem den Bestseller Why Women Should Rule the World.

Im Folgenden finden Sie ausgewählte Zitate aus der Fernseh- und Radiodokumentation. Bitte geben Sie die BBC als Quelle an, wenn Sie die Zitate redaktionell verwerten.
Über die Ermächtigung von Frauen:

Condolezza Rice: „Für alle drei Außenministerinnen war die Stärkung und Ermächtigung von Frauen keine Nebensache, keine Ableitung von etwas anderem; für das Ministerium sowie für die US-Außenpolitik war dieses Thema von zentraler Bedeutung, weil wir gemerkt haben, dass eine Gesellschaft meist dann gefährlich erscheint, wenn sie sich mit der Gleichstellung von Frauen schwer tut. Es ist das Anzeichen für etwas anderes, denn oft handelt es sich dann um eine Gesellschaft, die Menschenrechte allgemein nicht wertschätzt und maximal 50% ihrer Intelligenz einsetzt; eine Gesellschaft, die nicht wirklich versteht, wie sie ihr menschliches Potential mobilisieren kann. Ich habe immer gesagt, wer die wirklich ernsten Probleme angehen will, sollte etwas für die Bildung von Frauen tun. Denn dann landen sie nicht in Bordellen in Südostasien oder Osteuropa. Gebildete Frauen bekommen keine 12 Kinder und ihr erstes mit 13 Jahren. Natürlich geht es dabei um Moral, aber auch um Entwicklung, Stabilität und gute Politik. Madeline Albright, Hillary Clinton und ich sahen dies so …“

Mary Robinson: „In Ländern, in denen Frauen die Ministerposten für Gesundheit oder Bildung besetzen, neigen Regierungen eher dazu, den Armen im Land zu helfen. Ich denke oft an meine Kinder und Enkel, die im Jahr 2050 zwischen 40 und 60 Jahre alt sein werden. Wie wird die Welt dann wohl sein, für sie und die anderen neun Milliarden Menschen? Frauen denken eher über diese Frage nach. Wir brauchen Führungspersönlichkeiten, die generationsübergreifend denken. Wir müssen jetzt Entscheidungen treffen, damit die Welt für unsere Enkel und ihre Enkel sicherer wird. Frauen in Führungspositionen sind da meiner Meinung nach entscheidungsfreudiger.“

Christine Lagarde: „Ich hoffe, dass Bildung und Gesundheit dann mehr im Vordergrund stünden, denn für uns Frauen sind diese Bereiche wichtiger als für Männer. Und ich hoffe auch, dass dann mehr Frieden herrschen würde. Der Gedanke, dass unsere Kinder vielleicht in den Krieg ziehen müssen, macht Müttern seltsamerweise mehr Angst als den Vätern.“

Michelle Bachelet: „Wenn Frauen die Chance bekommen, sind sie bereit, sehr viel mehr zu tun. Deshalb ist es Aufgabe der UN, dass Frauen ihre Fähigkeiten ausbauen können und als wichtige Akteure angesehen werden – nicht nur um Frauen davor zu schützen, Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt zu werden, wie es in allen Bereichen der Fall ist, sondern damit auch sie zu Friedenstifterinnen werden, weil es Teil der weiblichen Natur ist. Ich glaube, die Welt wäre dann besser, nicht perfekt, aber besser.“
(Alle Zitate BBC)

BBC World News, der 24-Stunden-Nachrichtensender der BBC, zeigt Was wäre wenn … Frauen die Welt regierten? am Samstag, den 9. März um 13.30 Uhr und Sonntag, den 10. März um 01.30, 8.30 und 20.30 Uhr (MEZ). Der Radiodienst BBC World Service übertrug die Dokumentation nicht nur am Freitag, 8. März anlässlich des Weltfrauentages, sondern sendet sie auch heute und am Sonntag, 10. März 2013.

Weitere Informationen:
BBC.com/whatif
(Der Link wurde am 09.03.2013 getestet.)

Bildtext (v.l.): Dee Dee Myers und Condolezza Rice