Louise Jacobs: „Fräulein Jacobs funktioniert nicht“


Louise Jacobs entstammt der Kaffeedynastie Jacobs. Sie wächst in der sauberen Schweiz auf. Ein Leben in Luxus scheint vorprogrammiert. Aber Louise bringt sich und ihre Eltern zur Verzweiflung. Sie leidet – buchstäblich – unter Dyskalkulie und Legasthenie, unverständige und unfähige Lehrer scheitern, die besten Schulen und Therapieeinrichtungen erreichen immer nur das Gegenteil.

Louise verzweifelt an sich und am Leben. Das ganze Zürich mit seinen „frisch gesaugten Straßen“ kotzt sie an. Hingezogen fühlt sie sich zur Natur, zur wilden Natur rund um die Familienfarm in Vermont/USA. Sie wollte doch schon seit sie denken konnte, Cowboy werden (nicht etwa Cowgirl!).

In Männerklamotten fühlt sie sich wohler als in Rock und Bluse, sie leugnet bis ins Erwachsenenalter ihre Weiblichkeit. Ihre Gefühle fahren Achterbahn, sie wechselt die Schulen, flieht zwischendurch nach Sevilla und immer wieder nach Vermont, wiegt nur noch 39 Kilo. Doch sie hat einen unbändigen Willen, ist im Grunde eine sehr starke, zutiefst rebellische Persönlichkeit, die ihr Leben will, so wie sie es will und nicht wie es die anderen wollen. Sie hört auf, gut zu sein.

In der wilden Natur Montanas kommt sie schließlich an. Ob es vorläufig ist, muss sich noch erweisen. Fest steht, sie kann „die Gedanken, die sich in den letzten fünfzehn Jahren in mir aufgestaut haben, endlich freilassen“. Sie lebt auf ihrer Farm, ist endlich Rancher, Farmer, Cowboy.

brikada-Bewertung: Ein sehr lesenswertes Buch, eine tolle junge Frau!
Doris Losch

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Louise Jacobs: „Fräulein Jacobs funktioniert nicht“, Hardcover, 336 Seiten, Euro 19.99, ISBN 978 3 426 65523 8, erschienen im Knaur Verlag, München.

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