Antje Steinhorst konzipierte den Spa Bereich für das Kurmittelhaus der Moderne


Mit hoher fachlicher Kompetenz und sensiblem Einfühlungsvermögen gelang es Antje Steinhorst, den ungewöhnlich breit gefächerten Spa-Bereich des kürzlich eröffneten Kurmittelhauses der Moderne in Bad Reichenhall zu konzipieren. Zudem etablierte sie den Betriebskindergarten für das KHM, wobei sie bewusst die Senioren-Generation mit einbindet. Damit setzt das KHM als Public Private Partnership Projekt auch Zeichen in moderner Familienpolitik.

Neben dem spektakulären Hypoxie-Höhentraining für Hochleistungssportler sowie Medizin & Rehabilitation mit Physiotherapie/Balneotherapie, Medizinischem Fitnesstraining und traditionellen Kuranwendungen insbesondere mit ortsgebundenen Heilmitteln, präsentiert sich der Bereich Gesundheit & Wellbeing gewissermaßen als dritte Säule des KHM.

Hier wird ein breites Spektrum geboten, zum Beispiel vom Floaten – Schweben in 26%iger, körperwarmer reiner Reichenhaller AlpenSOLE. Man befindet sich in einer geschlossenen Muschel, fern von allen störenden Außenreizen – Tiefenentspannung ohnegleichen “ über „Vino Wellness“, einem ausgereiften Behandlungssystem auf Traubenbasis zur nachhaltigen Gewebestraffung, aktiven Faltenglättung und sanften Hautpflege bis hin zu etwa Day Spa, bei dem man die Sauna-Welt des KHM mit Finnischer Sauna, Sanarium, Kräuter Dampfbad, Soul & Sole Inhalations- und Dampfbad, Kneipp’schem Fußbecken, Meditationsraum, Relax Lounge mit Erfrischungs-Bar erleben kann.

Betriebskindergarten mit Einbindung der Senioren-Generation

Im Kurmittelhaus entsteht als Ort der Begegnung ein Ganztages-Montessori-Kleinkindergarten für 10 bis 12 Kinder, in dem sich die Erzieherin und Sozialpädagogin Melanie Krombacher im Wechsel von einer weiteren Erzieherin – um die Kinder ab 2 Jahren und deren optimale Entwicklung kümmert, während die Mutter oder der Vater der Kinder sich als Mitarbeiter im Kurmittelhaus der Gesundheitsprävention der Gäste annimmt.

Der Kindergarten wird aber nicht nur Betriebskindergarten sein, sondern steht allen Kindern der Kommunen im Umkreis und den Gästen des Kurmittelhauses als Kindergarten zur Verfügung. Die Kindergartentarife werden an die städtischen Tante angelehnt.

Als weitere Besonderheit werden im Kindergarten des Kurmittelhauses zwei Seniorinnen im Rahmen eines sozialen Engagements den hauptamtlichen Erzieherinnen unter die Arme greifen. Damit sollen Alt und Jung verbunden werden – ältere Mitbürger können sich im „Ruhestand" in einem Sozialprojekt engagieren, wie dies in den meisten Industrieländern – in Deutschland kaum – schon lange üblich ist.

Bildtext: Antje Steinhorst
Weitere Informationen: www.KHModerne.com

Hintergrund:
Nach drei Jahren Planungszeit und 13 Monaten Bauzeit nahm kürzlich das Kurmittelhaus der Moderne in Bad Reichenhall unter dem Betreiber PD. Dr. med. Nikolaus Netzer seinen Betrieb auf! Damit wurde ein in Bayern einmaliges kommunales Public-Private-Partnership Vorzeigeprojekt Wirklichkeit, das zur Rettung eines der bedeutendsten vom Verfall bedrohten Architekturdenkmäler im Alpenraum geführt hat.

Das KHM besitzt einen der wohl fabelhaftesten Medical Wellness-Bereiche in ganz Deutschland, ein hochklassiges Erlebnis-Jugendstilrestaurant „02“ – und den größten und bedeutendsten Höhentraining- und Rehabilitationsbereich der Welt, das Hermann Buhl Hypoxie Forschungs- und Trainingszentrum. Letzteres wird als Universitätsinstitut der Paracelsus Medizin Universität Salzburg beispielhaft für eine neue Zusammenarbeit zwischen Bayern und Österreich in der Wissenschaft stehen und ist nur eine der vielen Superlativen im KHM.

Das Gebäude wurde vor mehr als achtzig Jahren von dem berühmten Architekten Max Littmann aus der Erkenntnis heraus kreiert, dass Gesundheit und Heilung durch eine das Auge erfreuende Raumästhetik gefördert werden. Littmann schuf deshalb vorwiegend im „Jugendstil", dessen wesentliches Merkmal darin besteht, "Kunst und Alltag zu versöhnen". Darauf aufbauend wurden jetzt, bei der 7-Millionen-Euro-Restaurierung des Hauses, in hohem Maße Elemente des späten Jugendstils, etwa der "Japonismus", neu interpretiert. So überzeugt eine klare Linienführung, Einfachheit und vor allem Natürlichkeit in den verwendeten Formen und Materialien – ein ideales Konzept, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Mensch.

(Der Link wurde am 16.10.2006 getestet.)