Preis der Leipziger Buchmesse 2012 an Christina Viragh


In der Glashalle des Leipziger Messegeländes erlebten sie eine emotionale Preisverleihung und zollten den Gewinnern großen Beifall. Der Preis der Leipziger Buchmesse 2012 wurde in der Kategorie Übersetzung Christina Viragh zuerkannt. Sie übersetzte aus dem Ungarischen das Werk von Péter Nádas: Parallelgeschichten, erschienen im Rowohlt Verlag.

In der Begründung der Jury heißt es unter anderem:
„Dass sich die "Parallelgeschichten" im Deutschen so dicht und elegant zugleich lesen, dass sich der Reichtum der Register, vom vulgären bis zum philosophischen Ton, erhalten hat, ja dass jede Person ihren eigenen Klang erhält in diesem grandiosen Sprachorchester – kurz, dass sich die "Parallelgeschichten" im Deutschen so lesen, wie man vermuten muss, dass sie im Ungarischen gewirkt haben: Das ist das Höchste, was man als Übersetzer erreichen kann … Die deutsche Leserschaft ist ihr zu tiefem Dank verpflichtet.“

Die Übersetzerin:
Christina Viragh wurde 1953 in Budapest geboren. 1960 emigrierte sie mit ihrer Familie in die Schweiz, heute lebt sie als Schriftstellerin und Übersetzerin in Rom. Sie übersetzte neben Werken von Péter Nádas und vielen anderen Autoren auch Sándor Márai, Imre Kertész und Henri Alain-Fournier. Ihr eigenes Werk umfasst mittlerweile fünf Romane, zuletzt erschien Im April (2006). Im Jahre 2003 wurde Christina Viragh mit dem Einzelwerkpreis der Schweizerischen Schillerstiftung ausgezeichnet, 2009 erhielt sie das Zuger Übersetzer-Stipendium.

Den Preis in der Kategorie Belletristik wurde Wolfgang Herrndorf und Jörg Baberowski (Sachbuch/Essayistik) zugesprochen.

Weitere Informationen:
www.leipziger-buchmesse.de

Bildunterschrift: Christina Viragh. Foto: Leipziger Messe GmbH / Norman Rembarz

(Der Link wurde am 16.03.2012 getestet.)