MVHS: Symposium „feminismus_reloaded“


Schon Simone de Beauvoir, deren Todestag sich am 14. April zum 25. Mal jährt, bezeichnete den dauerhaften Streit um den Feminismus als ärgerlich. Tatsächlich entzünden sich auch heute an der „Frauenfrage“ öffentliche und private Debatten, die offenbaren, dass unter der dünnen Decke der rechtlichen Gleichstellung viele feministische Anliegen faktisch nicht gelöst sind. Gleichzeitig herrscht eine eher diffuse Vorstellung, was Feminismus heute ist, ob er sich womöglich erübrigt hat.

Unter dem Titel „feminismus_reloaded“ unternimmt am 9. April das Symposium den Versuch einer Bestandsaufnahme feministischer Positionen und gesellschaftlicher Entwicklungen.

Nach einer Einführung von Prof. Dr. Paula-Irene Villa "Geschlecht – eine ominöse soziale Tatsache" spricht die Filmemacherin und Feministin der ersten Stunde, Prof. Dr. Helke Sander. Als Journalistin u. a. für die „ZEIT“ und die „taz“ sowie Buchautorin hat Hilal Sezgin vor allem zwei Themenschwerpunkte: den Feminismus und den Islam. Mit Chris Köver, eine der Herausgeberinnen des „Missy Magazine -Popkultur für Frauen" kommt eine junge, popfeministische Generation ins Gespräch.

Mit der Podiumsdiskussion „Komplexe Gegenwart – Viele Feminismen?“ werden die „feministischen Generationen“ und Positionen ins Gespräch miteinander gebracht.

Die Veranstaltung findei in Kooperation mit dem Lehrstuhl Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München statt.

Weitere Informationen:
www.mvhs.de

Bildunterschrift (v.l.): Chris Köver (Foto: Vera Tammen), Hilal Sezgin (Foto: Ursula Ziegler Reinhardt), Prof. Dr. Helke Sander (Foto: Privat)

(Der Link wurde am 02.04.2011 getestet.)