Deutsche Kinematik: Filmreihe zum 100. Geburtstag von Luise Ullrich


In über fünfzig Filmen hat Luise Ullrich gespielt und auf den Theaterbühnen Deutschlands große und kleine Erfolge gefeiert; sie schrieb und illustrierte Bücher, reiste 1938 allein nach Südamerika und hatte sogar einen Vertrag für Hollywood in der Tasche. Von den 1930er bis Anfang der 1960er Jahre gehörte sie zu den populärsten und bestbezahlten Stars des deutschen Films.

Die Deutsche Kinemathek bewahrt den künstlerischen Nachlass von Luise Ullrich in ihren Archiven und stellt einen großen Teil der Filmkopien für die Reihe zur Verfügung. Luise Ullrich kam nie zu Nachruhm wie die legendären Ufa-Stars Zarah Leander, Lilian Harvey oder Kristina Söderbaum. Mit Ausnahme ihrer Rolle in Max Ophüls Liebelei (D 1932/33) war sie in den 1930er Jahren auf das kleine Alltagsglück abonniert, spielte die Frau von nebenan, das adrette, fidele Mädchen. Von Ende der 1940er bis in die 1960er Jahre hinein galt sie im deutschen Film als Idealbesetzung für patente, manchmal auch widerständige Frauenrollen.
1972 verpflichtete Rainer Werner Fassbinder sie in seiner Fernsehserie Acht Stunden sind kein Tag als resolute Großmutter. Luise Ullrich starb am 21. Januar 1985 in München.

Weitere Informationen:
www.deutsche-kinemathek.de

Bildunterschrift: Luise Ullrich in Nachtwache, BRD 1949, R: Harald Braun, Quelle: Deutsche Kinemathek

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