Senta Berger und Annette Frier mit „Blauem Panther“ geehrt


Als beste Schauspielerin in der Kategorie "Fernsehfilm" erhielt Senta Berger für ihre Rolle in dem Film "Frau Böhm sagt nein" (WDR/ARD) den mit 10.000 Euro dotierten Preis.

Die Begründung der Jury: "Senta Berger ist seit vielen Jahren eine herausragende Figur im deutschen Fernsehschaffen. In der Rolle der Rita Böhm überrascht sie in "Frau Böhm sagt nein" durch eine völlig neue Rolle. Als Sachbearbeiterin für die Bezüge der Vorstände zuständig zeichnet sie sich durch ihre Loyalität, Gewissenhaftigkeit und ausgesprochene Verschwiegenheit aus. Als Frau Böhm jedoch Prämien in Höhe von 80 Millionen Euro genehmigen soll, während die Belegschaft um die Arbeitsplätze fürchtet, verweigert sie sich.

Ein wichtiges Stück zur richtigen Zeit mit einer großartigen Senta Berger. Sie interpretiert Rita Böhm mit großem Einfühlungsvermögen, Integrität und Mut. Durch ihr außerordentliches schauspielerisches Können wird die Protagonistin im Laufe des Films zu einer authentischen und
kraftvollen Figur, die ganz ohne Pathos, vor allem auch durch ihre glaubhafte Körpersprache, überzeugt. Senta Berger nimmt sich zurück und ist dabei ganz Rita Böhm."

Außerdem waren nominiert Iris Berben für "Kennedys Hirn" (ARD) und Heike Makatsch für "Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf" (ZDF).

Ebenfalls mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2010, dotiert mit 10.000 Euro, wurde Annette Frier als beste Schauspielerin in der Kategorie "Serien und Reihen" für ihre Rolle in der Serie "Danni Lowinski" (SAT.1) ausgezeichnet.

In der Begründung der Jury heißt es: "Ein frisches Gesicht bringt frischen Wind in die deutsche Serienlandschaft. Mit ihrer Natürlichkeit und ihrem Gefühl für Timing gelingt es Annette Frier mühelos, Danni Lowinski in der gleichnamigen Sat.1-Serie zu verkörpern.

Eine junge Rechtsanwältin mit ungewöhnlicher Vorgeschichte – Friseur-Lehre, Abendgymnasium, Studium. Mit ihrem Outfit, für die Juristerei recht unangepasster, zu modisch-jugendlicher Kleidung blitzt sie überall ab, keine Kanzlei in Köln will sie anstellen. So eröffnet sie ihre eigene – mit Klapptisch, Stuhl und Laptop in einer Einkaufspassage. Annette Frier gewinnt den Zuschauer auf Anhieb, man mag sie sofort und ist eingenommen von ihrer sympathischen Art, die Rolle auszufüllen. Annette Frier meistert diese tragende Rolle mit Leichtigkeit und großem Können."

Außerdem waren nominiert Maren Eggert für "Tatort: Borowski und die Sterne" (ARD/NDR) und Eva Mattes für "Tatort: Der Polizistinnenmörder" (ARD/SWR).
Bayerische Staatskanzlei