Dr. Laure Bally-Cuif erhielt Heinz Maier-Leibnitz-Preis


Sie wurde für ihre Arbeit "Die An- und Abschaltung bestimmter Gene in der Entwicklung von Hirnregionen" geehrt.

Sechs junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten jedes Jahr für herausragende Leistungen den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Eine von ihnen ist in diesem Jahr Dr. Laure Bally-Cuif. Sie leitet eine von der VolkswagenStiftung mit 1,45 Millionen Euro geförderte und an der Technischen Universität München eingerichtete Nachwuchsgruppe; Arbeitsort ist das GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg bei München. Die mit je 16.000 Euro dotierte Auszeichnung wwurde am 13. Juni 2006 im Max-Liebermann-Haus in Berlin verliehen.

Die Neurowissenschaftlerin Laure Bally-Cuif untersucht, welche Mechanismen und Faktoren die Entwicklung der Nervenzellen und des Nervensystems sowie die Funktion des Gehirns von Wirbeltieren steuern. Sie konzentrierte sich dabei auf die Mittel- und Hinterhirnregion von Zebrafischen. Dort liegen Zentren, die das soziale Verhalten entscheidend beeinflussen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die Funktion und Regulation – also die "An- und Abschaltung" – bestimmter Gene in der Entwicklung dieser Hirnregionen. Um der Komplexität des Gehirns gerecht zu werden, betrachtet sie in einem integrierten Ansatz die verschiedenen Steuerungsprozesse in ihrem Zusammenspiel. Außerdem interessiert sie sich für bestimmte molekulare Aspekte der Drogenabhängigkeit.

Dr. Laure Bally-Cuif wurde 1967 in Frankreich geboren. 1991 erlangte sie an der Universität Paris den Master in Molekular- und Zellbiologie, drei Jahre später dort den PhD in diesen Fächern. Als Postdoc forschte sie von 1994 bis 1996 an der Princeton University in Princeton, USA – bereits zu neurowissenschaftlichen Fragestellungen beim Zebrafisch. Seit 1997 leitet Laure Bally-Cuif – inzwischen Mutter eines Sohnes – die "Zebrafish Neurogenetics Group" am GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg; seit einem Jahr ist sie dort zugleich Leiterin des "Zebrafish Neurogenetics Departments". Die von der VolkswagenStiftung geförderte Nachwuchsgruppe nahm im Jahr 2001 ihre Arbeit auf.

Quelle: VolkswagenStiftung