Filmmuseum München ehrt Margot Hielscher zum 90. mit „Hallo Fräulein“


Margot Hielscher, Schlagersängerin, Schauspielerin und Kostümbildnerin, wurde am 29. September 1919 in Berlin geboren. Mit Filmen wie Frauen sind keine Engel (1942), In Flagranti (1944), Dreimal Komödie (1949) und Salto Mortale (1953) wurde sie bekannt, bevor sie als Sängerin Karriere machte. 1978 erhielt Margot Hielscher das Bundesverdienstkreuz und 1985 das "Filmband in Gold" für ihr langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. In 60 Spielfilmen wirkte sie mit und spielte die Hauptrolle in etwa 200 Fernsehproduktionen. Über 400 Gesangsaufnahmen sind von ihr erhalten, die Zahl ihrer Konzertauftritte liegt weit darüber.

Hallo Fräulein(1949) basiert auf einer Idee Margot Hielschers und weist Parallelen zu ihrem eigenen Leben auf. Der Film erzählt die Geschichte einer Studentin im Mai 1945, in einer süddeutschen Kleinstadt, die mit Hilfe eines amerikanischen Stadtkommandanten und eines deutschen Ingenieurs eine eigene Musikshow aufzieht. Der Filmdienst beschrieb den Film seinerzeit als "unbeschwertes Lustspiel mit swingender Musik, das dem Nachkriegsproblem des ´Fraternisierens´ zwischen Siegern und Besiegten einige heitere Seiten abgewinnen kann".

Im Anschluss zeigt das Filmmuseum den Dokumentarfilm Margot Hielscher erzählt (2009), ein Interviewporträt, in dem die Schauspielerin von ihren Erfahrungen in der NS-Zeit erzählt, als ihr von Joseph Goebbels Drehverbot erteilt wurde, und von den Nachkriegsjahren in Salzburg und München, wo sie eine Revue gründete und durch die amerikanische Zone tingelte.

Der Dokumentarfilm Margot Hielscher erzählt (2009) wurde von Rudolf Jugert und Eckhart Schmidts erstellt. Margot Hielscher ist persönlich im Filmmuseum zu Gast.

Karten können vorbestellt werden unter Tel. 089/ 233 96450.

Weitere Informationen:
www.stadtmuseum-online.de/filmmu.htm

(Der Link wurde am 20.09.2009 getestet.)