GNM: Dr. Andrea Langer: „Die blendende Team-Zusammenarbeit – eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten“


Anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung zweier deutscher Staaten zeigte das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (vom 28. Mai bis 6. September 2009) die große Retrospektive zur Kunst in Deutschland zwischen den Ideologien.

Zu sehen waren etwa 320 Werke der Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie, Video- und Installationskunst als Ausdruck einer umfassenden Auseinandersetzung um konkurrierende Menschenbilder und ideologische Konzepte. Hier waren Arbeiten westdeutscher Künstlerinnen und Künstler ebenso vertreten wie Werke von Ostdeutschen. Die zwischen 1945 und 1990 entstandenen Arbeiten machten gesellschaftliche und politische Stimmungen in beiden Teilen Deutschlands nachvollziehbar. Begleitet wurden die Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen von Film-, Foto- und weiteren zeithistorischen Dokumenten.

Angesichts dieser großartigen und zugleich einmaligen Ausstellung bleibt es unverständlich, dass – wie Dr. Andrea Langer bedauernd mitteilt, "leider die Ausstellung nicht so gut besucht war, wie wir es uns gewünscht, ja und eigentlich auch, wie sie es verdient hätte."

Die gebürtige Mainzerin (Jahrgang 1962) studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik in an den Universitäten in Mainz und Würzburg. Im Jahr 1997promovierte sie über die protestantischen Gnadenkirchen in Schlesien. Dr. Andrea Langer ist unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am GWZO (vormals Berlin) tätig sowie Mitorganisatorin des Arbeitskreises deutscher und polnischer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger. Als Mitkuratorin zeichnete sie für die Ausstellung "Barocke Sakralarchitektur in Wilna" (seit 2002 in Deutschland und Polen) mitverantwortlich. Mit dem berufsbegleitenden Masterstudiengang
"Kulturmanagement/Kulturmarketing" (Hochschule Harz/Hochschule Merseburg) erwarb sie sich profunde Kenntnisse um die Abläufe im Kulturbetrieb. Zuletzt war Dr. Andrea Langer als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig beschäftigt.

Zu einer der ersten Aufgaben als Leiterin des Referates Wissenschaftsmanagement und Marketing am Germanischen Nationalmuseum, Nürnberg, zählte für Dr. Andrea Langer die Installation des GNM-Museumshops sowie eines zentralen, großzügig bemessen Empfangstresens. Gleich vom Start weg kamen beide Einrichtungen beim Museumspublikum bestens an, was – so Dr. Langer – freudestrahlend registrierte.

Bei ihrem neuen Betätigungsfeld gilt es insbesondere, öffentlichkeitsrelevante Arbeitsergebnisse aus der Forschung des GNM an die Öffentlichkeit zu transportieren. Darüber hinaus zählen beispielsweise die Entwicklung von projektbezogenen Werbekampagnen, das Einwerben von Spenden und Sponsoring, die Imagepflege des GNM sowie die Vermietung verschiedener Räumlichkeiten.

"Es bereitet mir große Freude, hier an den gestellten Aufgaben mitzuarbeiten. Ich freue mich auf die neuen Projekte und Herausforderungen, dabei ist die blendende Zusammenarbeit im Team eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Arbeiten", zieht Dr. Andrea Langer eine erste Bilanz.

Weitere Informationen:
www.gnm.de

brikada: Dr. Andrea Langer. Foto: Brigitte Karch

(Der Link wurde am 08.09.2009 getestet.)