Bundesverdienstorden an Vorbilder im Sinne Robert Kochs


Die Veranstaltung war dem Andenken Robert Kochs gewidmet, der vor 100 Jahren mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. In ihrer Ansprache würdigte die Ministerin die Preisträgerinnen und Preisträger als Menschen, die sich alle im Sinne Robert Kochs verdient gemacht haben: "Sie haben in der medizinischen Forschung dafür gesorgt, dass Infektionskrankheiten erkannt und behandelt werden können. Sie haben durch soziales Engagement Prävention und Aufklärung in das Bewusstsein der Menschen gebracht. Die 16 Personen, die heute im Mittelpunkt stehen, sind Vorbilder. Daher freue ich mich sehr, dass ich Ihnen heute den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland überreichen darf."

Unter den 16 ausgezeichneten Bürgen befinden sich sechs weibliche Preisträger:
Dr. med. Ute Braun, Zurzach, Schweiz, in Anerkennung ihres Engagements für die Belange der Hämophilen im Rahmen der Blutsicherheit “ Bundesverdienstkreuz am Bande.
Hannelore Elsner, Frankfurt am Main, in Anerkennung ihres persönlichen Engagements und ihrer Verdienste um die Aidshilfe “ im Wege der Höherstufung Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
Jeane Freifrau von Oppenheim, Köln, in Anerkennung ihrer Unterstützung der Deutschen Aids-Stiftung “ Bundesverdienstkreuz am Bande.
Dr. med. Klara Tenner-Rácz, Hamburg, in Anerkennung ihrer Verdienste um die deutsche Aids-Forschung “ Bundesverdienstkreuz am Bande.
Dr. rer. nat. Sabine Rüsch-Gerdes, Reinbek, in Anerkennung ihres grenzüberschreitenden Einsatzes im Kampf gegen die Tuberkulose “ Bundesverdienstkreuz am Bande.
Erika Trautwein, Philippsburg, in Anerkennung ihres Engagements für das Netzwerk An- und Zugehöriger HIV-infizierter Menschen “ Bundesverdienstkreuz am Bande.

Hintergrund:
Robert Koch war Mitbegründer der modernen medizinischen Bakteriologie und Entdecker einiger der damals gefährlichsten und tödlichsten Erreger: dem Tuberkulose-, dem Cholera- und dem Milzbranderreger. Er entwickelte bakteriologische Verfahren, um Erreger zu züchten und unter dem Mikroskop sichtbar zu machen. Damit trug er wesentlich zur Erkenntnis des kausalen Zusammenhangs zwischen Erreger und Erkrankung bei. Dadurch konnte der gezielte Kampf gegen sie aufgenommen werden. Auch heute sind Infektionskrankheiten überall auf der Welt im Vormarsch. Neben der Resistenz gegen Medikamente seien es vor allem bisher unbekannte Erreger, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, die eine neue Bedrohung darstellen.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit