Prix Veuve Clicquot an Unternehmerin Dagmar Fritz-Kramer verliehen


Glanzlichter weiblichen Unternehmertums verdienen, wenn sie denn für ihre erfolgreiche Berufstätigkeit ausgezeichnet werden, einen eben solch glanzvollen Rahmen. So fanden sich zur Preisverleihung im ehrwürdigen Max-Joseph-Saal in der Münchner Residenz über 300 Persönlichkeiten und Prominente ein. Cécile Bonnefond, Präsidentin des Hauses Veuve Clicquot, reiste aus Reims an, um den Preis persönlich zu überreichen. Die Laudatio hielt Emilia Müller, Bayerische Staatsministerin vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.

Nach eingehenden Recherchen der 10-köpfigen Jury standen Sabine Beer, Geschäftsführende Gesellschafterin, Santaverde Gesellschaft für Naturprodukte mbH, Hamburg, Astrid Schulte, Geschäftsführende Gesellschafterin, bellybutton International GmbH, Hamburg sowie Dagmar Fritz-Kramer, Geschäftsführende Gesellschafterin, Bau-Fritz GmbH & Co. KG, Erkheim/Allgäu, im Finale. Die Entscheidung fiel auf die 36-jährige Allgäuerin.

Die Begründungen der Jury lautet:
"Dagmar Fritz-Kramer ist eine würdige Trägerin des Prix Veuve Clicquot für die Unternehmerin des Jahres 2008. Sie ist der Prototyp der Familienunternehmerin, die unternehmerische Erfolge erzielt, weil sie zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Produktideen und den notwendigen Mut aufbringt. Die Allgäuerin lässt zudem die Mitarbeitergemeinschaft an ihrem Erfolg teilhaben und beweist damit gelebtes unternehmerisches Selbstverständnis. Zudem ist es Dagmar Fritz-Kramer gelungen, dem Thema Wohnen innovativen, ökologischen und modernen Geist einzuhauchen. In einer Zeit der "Aldi-sierung" setzt sie bewusst – und mit großem Erfolg – auf Qualität und Preis. Es gelingt ihr, in einem dramatisch schrumpfenden Markt bei sinkenden Preisen die Marktanteile ihres Unternehmens beeindruckend zu erhöhen und gleichzeitig Qualität und Preisniveau zu steigern. Ökologie und CSR (das Kürzel steht für: Corporate Social Responsibility, zu deutsch: Unternehmenssozialverantwortung, Anm.d.R.) sind bei Bau-Fritz keine Worthülsen, sondern Unternehmensgegenstand und gelebte Überzeugung. Der Unternehmerin gelingt es trotz der hohen Arbeitsbelastung als Geschäftsführerin, die Balance zwischen Berufs- und Familienleben zu bewahren. Sie steht damit beispielhaft für eine neue Generation von selbstbewussten und hochqualifizierten Frauen, die persönlich und beruflich ihre Fähigkeiten entfalten. Die bayerische Unternehmerin erbringt eine enorme Leistung und ist dabei eine starke Mischung aus Originalität und Kreativität, Erdung und Bodenständigkeit."

Die drei Damen unterscheiden sich deutlich, was persönliche Vita, Business Case (Wirtschaftlichkeitsberechnung Anm.d.Red.) und Unternehmensgröße betrifft – und doch haben sie eines gemeinsam: Sie haben ihren Erfolg mit Intelligenz, Innovationsgeist und Mut erreicht. brikada wird in den kommenden Wochen die Unternehmerinnen vorstellen.

Hintergrund
Mit dem 1972 zu Ehren der Unternehmerin Madame Clicquot gegründeten Preis werden weltweit in 18 Ländern Business Frauen für ihren unternehmerischen Elan, ihren Wagemut, ihre Risikobereitschaft und ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet – Attribute, die einst Basis für den unternehmerischen Erfolg der "Witwe Clicquot" waren.

Nicole Ponsardin übernahm zu Beginn des 19. Jahrhunderts als junge, allein erziehende Frau im Alter von nur 27 Jahren die Firma ihres verstorbenen Mannes François Clicquot – gegen den Willen ihrer Familie und ihrer Berater. Im Jahr 1810 gründete sie in Reims das bis heute unter dem Namen Veuve Clicquot Ponsardin firmierende Champagnerhaus. Sie erwies sich als außerordentlich willensstarke und fähige Geschäftsfrau und führte das Unternehmen zum weltweiten Erfolg.

Weitere Informationen:
www.moet-hennessy.de
www.baufritz.de
www.bellybutton.de
www.santaverde.de

(Die Links wurden am 31.05.2008 getestet.)

Bild: Astrid Schulte (l.) und Sabine Beer (r.), Finalistinnen Prix Veuve Clicquot mit der Preisträgerin Dagmar Fritz-Kramer (Mitte).