Staatsgalerie Stuttgart: Gudrun Inboden geht in den Ruhestand


Die Kunsthistorikerin, die nach dem Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Anglistik in Heidelberg, München und Paris mit der Promotion zum Thema "Mallarmé und Gauguin – Absolute Kunst als Utopie" 1975 an der Universität Heidelberg abschloss, begann ihre berufliche Laufbahn von 1975 bis 1977 als Volontärin an der Staatsgalerie Stuttgart. Danach war sie als wissenschaftliche Angestellte im Wilhelm-Lehmbruck-Museum der Stadt Duisburg tätig, später führte sie der Weg zur Staatsgalerie Stuttgart. Fortan war Gudrun Inboden mit dem Aufbau und der Betreuung jüngerer Kunst betraut. Ab 1993 Abteilungsleiterin, seit Dezember 2003 Stellvertreterin des Direktors, hat die Hauptkonservatorin für zeitgenössische Kunst überregional weit beachtete Ausstellungen betreut sowie Beiträge verfasst.

Mit ihrer Ernennung zur Kommissarin für den deutschen Beitrag auf der Biennale in Venedig entsandte das Auswärtige Amt 1997 erstmals eine Frau nach Venedig. Inbodens Wahl fiel auf Katharina Sieverding und Gerhard Merz. Bei ihrem zweiten Beitrag in Venedig im Jahre 1999 gestaltete RosemarieTrockel den deutschen Pavillon.

Ihre letzte kuratorische Ausstellungstätigkeit erfolgte im Rahmen der Kooperation mit dem Württembergischen Kunstverein aus Anlass der ersten groß angelegten Retrospektive des kanadischen Künstlers Stan Douglas, die nur wenige Tage nach ihrem Ausscheiden am 6. Januar 2008 endet. Mit Gudrun Inbodens Ausscheiden verliert das Museum eine ausgewiesene Expertin zeitgenössischer Kunst.

Weitere Informationen: www.staatsgalerie.de

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