Robert-Koch-Preis und Robert-Koch-Medaille erstmals an Frauen verliehen


Am 9. November 2007 überreichen Bundespräsident Horst Köhler und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt gemeinsam im Schloss Bellevue in Berlin den Robert-Koch-Preis und die Robert-Koch-Medaille in Gold.

Den mit 100.000 Euro dotierten Robert-Koch-Preis erhielt Professorin Dr. Pascale Cossart vom Institut Pasteur in Paris für ihre bahnbrechenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der zellulären Mikrobiologie, insbesondere über die Infektions-krankheit Listeriose.

Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold wurde Professorin Dr. Brigitte Askonas, Imperial College in London, für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Sie hat mit ihren Forschungsarbeiten zur Infektabwehr bei Grippeviren entscheidende Impulse zur Entwicklung von Impfstoffen gegeben.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Die Auszeichnung der beiden Wissenschaftlerinnen ist ein ermutigendes Signal für alle Frauen, die sich in der Forschung verdient machen. Ihre Arbeit kommt den Menschen direkt zu Gute. Frau ProfessorCossart hat entscheidende Mechanismen der Infektion von Zellen durch Bakterien aufgedeckt. Die entdeckten Zusammenhänge helfen, die Gesundheit ungeborener Kinder zu schützen. Die Erkenntnisse von Frau Professor Askonas bergen das Potenzial, in Zukunft Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV/AIDS wirksamer bekämpfen zu können.“

Die mit jeweils 3.000 Euro dotierten Postdoktorandenpreise für junge Wissenschaftler erhielten Dr. Melanie Brinkmann, Dr. Ulrich Dobrindt und Dr. Florian Winau.

Hintergrund:
Der jährlich verliehene Robert-Koch-Preis zählt zu den höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in Deutschland. Das Bundesgesundheitsministerium bezuschusst den Preis mit 42.500 Euro. Mit der Robert-Koch-Medaille in Gold würdigt die Robert-Koch-Stiftung das herausragende Lebenswerk von Wissenschaftlern. Die Robert-Koch-Medaille ist ohne Dotierung.

Weitere Informationen:
www.robert-koch-stiftung.de

(Der Link wurde am 10.11.2007 getestet.)