Dr. Gabriele Weishäupl ehrt Waffelspezialistin Roswitha Bahl


Dieses bemerkenswerte Jubiläum ließ sich Dultleiterin und Tourismusdirektorin Dr. Gabriele Weishäupl nicht nehmen: mit einem Dultherz ehrte sie in Dank und Anerkennung Roswitha Bahl, die seit einem Vierteljahrhundert bei Wind und Wetter mit einem Stand auf der Auer Dult am Platz vor der Mariahilfkirche in München anzutreffen ist.

„Gschleckert sind’s beide, Männlein wie Weiblein“, so die Erfahrung von Roswitha Bahl, die seit 25 Jahren den einzigen Waffelspezialstand auf der Auer Dult betreibt. Ob Männer oder Frauen, Kinder oder ältere Leut, den süßen Leckereien kann keine Kundschaft widerstehen.

„Splitterbomben“, „Schaumtörtchen“, „Schokoküsse“, „Schaummuscheln- und „wellen“, „Jumboschokoküsse“, „Mini-Adriawaffeln“, „Sportwaffeln weiß-rot“ heißen die Sorten, die von einer Waffelbäckerei aus dem Bayerischen Wald bezogen werden. Wer sich nicht entscheiden kann, dem sei die bunte Mischung mit zehn verschiedenen Sorten in der großen Waffeltüte empfohlen.

Die Waffelverkäuferin selbst isst im Jahr höchstens zwei bis drei Waffeln. Dann ist für sie es auch genug. Im Gegensatz zu einem Stammkunden, der auf jeder Dult drei Reisetaschen voller Waffelköstlichkeiten einkauft. Auch die Schwester Oberin von den Armen Schulschwestern nebenan gehört zur Stammkundenriege wie viele andere Dultgäste, die oft schon von Kindesbeinen an Splitterbomben und Schokoküsse bei Frau Bahl erstanden.

Roswitha Bahl trägt ihr Herz am rechten Fleck. Gut geschult versteht es die gelernte Kinderpflegerin, auch dem verschlossensten Dultgänger ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Mit pädagogischem Geschick erreicht sie, die Freundlichkeit beim Bedienen auf ihre Fahnen geschrieben hat, dass ihre Kunden beim Einkauf „bitte“ und „danke“ sagen. Prinzipiell ist die gebürtige Oberpfälzerin mit dem Dultpublikum hochzufrieden: „Echt sympathisch sind die Leut und a Gaudi machen’s auch mit“.

Spaß machen muss die Dult der Marktkauffrau, die 1983 erstmals zur Kirchweihdult zugelassen wurde. Sonst würde sie nicht dreimal im Jahr auf den Mariahilfplatz nach München kommen. Denn das restliche Jahr über betreibt Roswitha Bahl, die 1979 den Sprung in die Selbständigkeit geschafft hat, einen gut gehenden Imbissstand in der Oberpfalz.

Die Kirchweihdult kann man noch bis einschließlich Sonntag, 28. Oktober 2007 besuchen.

Bild: Dultleiterin und Tourismusdirektorin Dr. Gabriele Weishäupl und Roswitha Bahl. Foto: Tourismusamt