Grippeimpfung 2017: Breiterer Schutz durch Vierfachimpfung

 

München. – Seit Mai ist es per Gesetz vorgesehen, dass die Krankenkassen auch die Kosten für den Vierfach-Impfstoff übernehmen.

Hohes Fieber, starker Husten, Muskel- und/oder Kopfschmerzen als typische Symptome: Die Grippesaison steht vor der Tür. An der echten Virusgrippe (Influenza) könnten in diesem Jahr wieder Millionen Menschen in Deutschland erkranken.

Gefürchtet sind Komplikationen wie Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die schwerwiegend verlaufen können. Als wirksamste Prävention gegen Influenza gilt die Grippeimpfung. Auch Kassenpatienten können sich nun besser schützen: Aufgrund einer Gesetzesänderung mit dem Ziel, die Versorgung der Bevölkerung mit Grippeimpfstoffen zu verbessern, ist es vorgesehen, dass die Krankenkassen die Kosten für den Piks mit dem breiteren Vierfach-Impfstoff für alle gefährdeten Personen erstatten.

Rechtzeitig gegen Grippe impfen lassen. Foto: ©fotolia_auremar

 

Vier schützen breiter als drei Entsprechend den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden in jeder Grippesaison die Impfstoffe neu zusammengesetzt. Seit einigen Jahren sind vier unterschiedliche Grippe-Virusstämme im Umlauf: zwei A- und zwei B-Stämme. Vierfach- Impfstoffe richten sich gegen alle vier Stämme. Bislang kamen sie vor allem bei Privatpatienten zum Einsatz oder mussten selber bezahlt werden

Kassenpatienten erhielten dagegen die herkömmlichen Grippeimpfstoffe mit nur drei Komponenten. Nach einer Gesetzesänderung können in dieser Grippesaison nun gesetzlich Krankenversicherte ebenfalls die Vierfach-Grippeimpfung für einen breiteren Schutz erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass Dreifach-Impfstoffe abgeschafft sind. Ärzte sind dazu angehalten, diese weiterhin zu verwenden. Patienten müssen daher entschieden bei ihrem Arzt nach der Vierfach-Impfung fragen.

Welcher Impfstoff schützt mich am besten?

 

Was die echte Grippe von einer Erkältung unterscheidet

Der Unterschied zwischen der echten Grippe (Influenza) und einer Erkältung (grippaler Infekt) zeigt sich in Verlauf und Schwere der Erkrankung. Bei der Virusgrippe fühlen Infizierte sich schlagartig krank, klagen über hohes Fieber bis zu 40 °C, starke Kopf- und Gliederschmerzen. Typisch für Grippe-Erkrankungen können auch ein trockener Husten, ein Brennen im Rachen und Schmerzen hinter dem Brustbein sein.1, 2

Eine Erkältung hingegen beginnt meist eher schleichend, der Erkrankte fühlt sich unwohl, der Hals beginnt zu kratzen, gefolgt von Heiserkeit und Schnupfen. Während sich bei einer Erkältung im Regelfall innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung einstellt, kann eine Grippe langwieriger verlaufen. In einigen Fällen dauert die Genesungsphase mehrere Wochen. Vor allem vorhandene Risikofaktoren können zu einer schwereren und längeren Erkrankung beitragen.2

 

Komplikationen sind möglich

Die echte Grippe kann zahlreiche Komplikationen nach sich ziehen – und ist daher insbesondere für Patienten mit Atemwegs-Erkrankungen, chronischen Herz-, Nieren-, Leber- und Stoffwechsel-Krankheiten und älteren Menschen über 60 Jahre gefährlich.1 Im Zuge einer Influenza können Lungenentzündungen, Mittelohrenentzündungen sowie eine Bronchitis auftreten.1 Darüber hinaus kann eine bedrohliche Herzmuskelentzündung die Folge einer Grippe sein. Durch die Schwächung der Abwehrkräfte aufgrund der Grippeinfektion kann es zusätzlich zu folgenschweren bakteriellen Infektionen (Superinfektionen) kommen.2 Eine Grippe-Erkrankung kann tödlich verlaufen.

 

Wer sollte sich impfen lassen?

Der beste Schutz gegen die Grippe ist eine Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung Personen, die durch eine Grippe-Erkrankung besonders gefährdet sind: Menschen über 60 Jahre, Schwangere sowie Personen jeden Alters (auch Kinder) mit Grunderkrankungen, wie z.B. chronischen Lungenerkrankungen (Asthma, COPD), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Immundefekten, sollten sich impfen lassen.
Quellen: 1 https://www.impfen.de/reiseimpfung/reiseindikationen/virusgrippe-influenza/ 2 http://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Influenza/FAQ_Liste.html#FAQId2436726

Weitere Informationen zu Grippe sowie den Impfempfehlungen für Kinder, Erwachsene und Reisende können unter www.impfen.de eingesehen werden. Sehenswert sind auch die Filme auf www.youtube.de: „Grippe – warum jährlich impfen?“, „Grippe-Mythen“ und „Die Fiesen 4“.

 

Grippe – hartnäckige Mythen und echte Fakten

Es gibt eine Vielzahl von Mythen, die sich um die Grippeimpfung ranken. Da es sich bei der echten Grippe um eine ernste Erkrankung handelt, ist es wichtig, die Fakten zu kennen um die Mythen zu entlarven.

„Die Grippeimpfung macht mich erst recht krank!“ Ist das wirklich so? Oder warum kann das gar nicht sein? Im Video werden hartnäckige Mythen zur Grippeimpfung vorgestellt und auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Es wird erklärt, wieso die echte Grippe (Influenza) kein grippaler Infekt ist, weshalb Antibiotika nicht gegen Grippe wirken und warum Grippe nicht nur für ältere Menschen gefährlich sein kann. Diese und weitere Fakten zur Grippe helfen zu erkennen, warum eine Grippeimpfung sinnvoll ist.

Bei der echten Virusgrippe fühlen sich Infizierte schlagartig krank, klagen über hohes Fieber sowie starke Kopf- und Gliederschmerzen. Gefürchtet sind Komplikationen wie eine Lungenentzündung oder Herzmuskelentzündung, die schwerwiegend verlaufen können. Während sich bei einer Erkältung im Regelfall innerhalb weniger Tage eine deutliche Besserung einstellt, kann eine Grippe langwieriger verlaufen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung Menschen über 60 Jahren, Schwangeren sowie Personen jeden Alters mit Grunderkrankungen, wie z.B. chronischen Lungenerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Immundefekten.
Das Video zu den Grippe-Mythen und den Fakten zur Grippeimpfung finden Sie unter www.youtube.com.

 

Titelbild (v.l.): Foto: ©fotolia/Animaflora und Foto: ©fotolia/Ghazii.jpg