Brauwirtschaft: Nach der Meisterschule zur Brauerei Bräu z´Loh


Die 27-Jährige besuchte nach Abitur und Brauerlehre die Meisterschule; heute arbeitet sie in der väterlichen Brauerei Bräu z´Loh bei Dorfen. Die Meisterschule war eine echte Männerwelt: Barbara Lohmeier hatte drei weibliche und 50 männliche Mitschüler. Die angehende Braumeisterin brauchte viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen, um sich bei den männlichen Kollegen zu behaupten. Wenn es darum ging, Biere fachkundig zu analysieren und Aussehen, Aroma und Bukett, Geschmack und Körper verschiedenster Sorten exakt zu bestimmen, wurde klar, dass Meisterschaft nicht auf Muskelkraft gründet, sondern Fähigkeiten und Fertigkeiten erfordert, die Frauen mindestens ebenso gut be“herr“schen wie Männer.

Im heimischen Betrieb arbeitete sie zunächst in der Produktion. Dort war oft Muskeleinsatz gefragt. "Die Fässer habe ich selbst gewuchtet. Das gehört schon dazu!" Heute leitet Barbara Lohmeier-Opper den Vertrieb. Ihr Vater betreut das Sudhaus, ihr frischgebackener Ehemann, ebenfalls Braumeister, die Produktion. "Wir arbeiten so eng zusammen, dass jeder für den anderen einspringen kann." Gleich drei Meister in einer kleinen Brauerei: beim Bräu z´Loh pflegt man die Biere wahrlich mit geballter Kompetenz. Barbara Lohmeier-Opper sieht einen typisch bayerischen Superlativ: "Ich schätze, wir sind die Brauerei mit der größten Braumeisterdichte der Welt!"

Informationen über Berufe in der Braubranche finden Sie im Internet: www.brauer-und-maelzer.de. Eine anschauliche und unterhaltsame Einführung in "Bierbrauen “ Handwerk, Kunst und Tradition" bietet die Kennerbroschüre Nr. 6 des Bayerischen Brauerbundes e. V. “ zu bestellen unter www.bayerisches-bier.de.
Quelle: Bayerischer Brauerbund/trio-group

Wird fortgesetzt!

(Die Links wurden am 15.09.2005 getestet.)