Schwester Doris leitet die Brauerei der Armen Franziskanerinnen


Biertrinken ist Männersache, Bierbrauen sowieso? Falsch! Weißbier zum Beispiel ist ein Bier, dem auch die Frauen vertrauen. Weil es nicht herb schmeckt, sondern fruchtig-mild. Weil es spritzig die Laune beflügelt. Und weil es als „Leichte Weiße“ auch zu Sport und Wellness passt … Weißbier stammt aus Bayern. Und hier, im traditionsreichen Bierland, haben immer mehr Frauen im Sudhaus das Sagen. Wir stellen Ihnen bayerische Brauerfrauen vor!

Einst war das Brauen eine Domäne der (Haus-)Frauen; später profilierten sich Mönche und Nonnen als Bierkundige. Heute sind fast alle Brauereien in weltlicher Hand. Nur in Bayern schäumen noch Biere ins Glas, die mit göttlichem Beistand gebraut wurden. Schwester Doris leitet die Brauerei der Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf und ist bundesweit die einzige aktive Kloster-Braumeisterin. 1975 nahm sie in Ulm als einzige Frau ihr Braumeister-Diplom entgegen “ mit der besten Note, die die Handwerkskammer je vergeben hatte. Längst ist die Kunde von ihrer Kunst weit verbreitet. Nicht nur fromme Wünsche führen die Menschen nach Mallersdorf, sondern auch höchst weltliche Gelüste nach Kellerbier, Hellem, Bock und Doppelbock “ Bierspezialitäten, die an der Klosterpforte vertrieben werden. Auch ihre Mitschwestern schätzen Schwester Doris´ süffige Fastenspeise. Man munkelt, das gute Bier sei verantwortlich für das biblische Alter, das viele Mallersdorfer Schwestern erreichen …

Informationen über Berufe in der Braubranche finden Sie im Internet: www.brauer-und-maelzer.de. Eine anschauliche und unterhaltsame Einführung in "Bierbrauen “ Handwerk, Kunst und Tradition" bietet die Kennerbroschüre Nr. 6 des Bayerischen Brauerbundes e. V. “ zu bestellen unter www.bayerisches-bier.de.

Quelle: Bayerischer Brauerbund/trio-group

Wird fortgesetzt!

(Die Links wurden am 13.09.2005 getestet.)