ONE: Carolin Kebekus kämpft für Mädchenbildung in Afrika

Morgen ist Weltmädchentag. Die entwicklungspolitische Organisation ONE ist im Mai dieses Jahres mit der Komikerin Carolin Kebekus eigens nach Monze (Sambia) gereist. Dort informierte sich die engagierte ONE-Unterstützerin beispielsweise auch über die Bildungssituation der Mädchen in verschiedenen Schulen. Ihre bewegenden Erlebnisse fasst sie in einem Bericht zusammen.

„130 Millionen Mädchen auf der Welt gehen nicht zur Schule. Nicht, weil sie keinen Bock haben, sondern zumeist, weil sie zufällig in einem sehr armen Land geboren wurden. Extreme Armut hat viele Gesichter und mangelnde oder mangelhafte Bildung kann eines davon sein. Oft fehlt es an ganz banalen Dingen wie Schulgebäuden oder Schulmaterialien. Häufig gibt es aber auch zu wenig Lehrpersonal, das oft auch schlecht oder falsch ausgebildet ist. Dazu kommen kulturelle Hürden wie etwa Kinderheiraten. Minderjährige Mädchen bekommen schon früh Kinder und können nicht weiter zur Schule gehen. Nur wenige Familien können sich außerdem Hygiene-Artikel für ihre Töchter leisten. Das führt dann dazu, dass diese Mädchen während ihrer Periode dem Unterricht fernbleiben müssen. Extreme Armut ist ungerecht und Mädchen sind besonders benachteiligt, dabei haben sie, genau wie wir Frauen in Deutschland, den Wunsch und den Ehrgeiz, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Bildung ist dafür die Voraussetzung.“

Übrigens, um Aufmerksamkeit für die 130 Millionen Mädchen zu erreichen, die weltweit nicht zur Schule gehen, rief ONE die globale Kampagne #GirlsCount ins Leben. Mitgezählt haben auch u.a. die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai, Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg, IWF-Chefin Christine Lagarde, U2-Sänger und ONE-Mitbegründer Bono, Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die Band Culcha Candela, Model Lena Gercke sowie die US-Schauspielerinnen Charlize Theron und Lena Dunham.
(Quelle: ONE)

Weitere Informationen:
www.one.org
#GirlsCount

Titelbild: Carolin Kebekus in Monze, Sambia, mit Schülern und Schülerinnen der Monze Grundschule. Foto: © ONE/Jonx Pillemer