Halbzeitbilanz der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“

Trotz eines verregneten Wiesn-Auftakts suchten am Security Point auch heuer zahlreiche Mädchen und Frauen Hilfe. In der ersten Oktoberfestwoche (16.-23.9.) nahmen 116 Wiesnbesucherinnen das Angebot in Anspruch. Damit kamen genauso viele Hilfesuchende in die Anlaufstelle wie im Vorjahr (2016: 116).

Eine eigentlich bedauerliche Zwischenbilanz, denn zum einen ist die Zahl der hilfesuchenden Mädchen und Frauen nach wie vor sehr hoch. Zum anderen hat sich die Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“, eine Kooperation von AMYNA e.V., IMMA e.V. und dem Frauennotruf München, überaus bewährt.

Schon am ersten Wochenende (16./17.9.) verzeichnete der Security Point 37 Einsätze. Am zweiten Wochenende (22./23.9.) steigerte sich die Zahl der Hilfesuchenden auf 54 Mädchen und Frauen. Erwähnenswert ist besonders der mittlere Samstag, allein hier wurden 42 Wiesnbesucherinnen beraten. Seit Beginn der Aktion 2003 ist das mit Abstand der Tag mit den höchsten Einsatzzahlen.

Das Verlieren von Freund*innen, Angehörigen, dem/der Partner*in oder z.B. der Reisegruppe war – ähnlich wie in den Vorjahren – der häufigste Grund für die Beratung (66%). Sechs Mal war das Erleben von körperlicher oder sexueller Gewalt der Grund, Hilfe am Security Point zu suchen: in fünf Fällen handelte es sich um körperliche Gewalt, die von (Ex-)Partnern oder in einem Fall von Fremdtätern verübt wurden. Einmal kam es zu sexueller Gewalt im Festzelt.

Rund 60 Prozent der Hilfesuchenden waren Touristinnen aus dem Ausland. Alleine die USA stellte mit 32 Frauen knapp 28 Prozent der Gesamtklientinnen. So ist es nicht verwunderlich, dass etwa die Hälfte aller Beratungsgespräche auf Englisch geführt wurde.
(Quelle: Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“)

Weitere Informationen:
www.sicherewiesn.de