Die Welt geht unter, diesmal bestimmt!


Jetzt aber ist es wirklich so weit. Die ollen Maya haben’s genau ausgerechnet. Es passiert am 21. Dezember 2012, blöderweise drei Tage vor Weihnachten.

Nun wissen wir seit Loriots „Pappa ante Portas“, dass der Einschlag von Kometen resp. Meteoriten auf der Erde nur unbeschadet übersteht, wer innerlich und äußerlich rein ist. Vielleicht hilft ja also Badesalz. Vielleicht auch nicht. Vielleicht sollten wir alle ins südfranzösische Dörflein Bugarach reisen. Dort, so verkünden Esoteriker, sei es sicher. Raumschiffe kurvten schon in der Einflugschneise, um ein paar von uns Erdlingen zu retten und in den Weltraum zu entführen. Seine Chancen für die Rettung steigere, wer in Bugarach nackt tanze, zumindest tänzele. Da es auch in Südfrankreich im Dezember empfindlich kalt ist, halten wir in diesem Fall allerdings eine Blasenentzündung für wahrscheinlicher als eine Entführung der ganzen Erdenblas’n (für Nichtbayern: Erdengang). Wer weiß überhaupt, was die Außerirdischen mit uns vorhaben, ob sie uns in einen Zoo stecken oder für gefährliche medizinische Experimente und Laborversuche verwenden wollen? Oder uns für „Natürlich blond durch die Milchstraße“ casten?

Die ganze Angelegenheit hat auch positive Seiten. Geht die Erde unter, hat‘s auch mit dem Euro-Elend ein Ende, mit Lebensmittelskandalen, der ganzen Politik incl. Riesterrente.

Was also tun, spricht Zeus. Wir empfehlen: Cool bleiben. Treffen Sie Ihre Weihnachtsvorbereitungen 2012 wie alljährlich. Macht es wirklich „puff“, dann werden wir eben alle zu Sternenstaub, aus dem wir ja ohnehin unbestreitbar bestehen. Wachen wir am 22. gut ausgeschlafen wieder auf, umso besser. Dann feiern wir Weihnachten und Silvester wie noch. Und lassen es krachen wie noch nie, bis in den Weltraum hinauf!
Doris Losch