15 Jahre effektive Armutsbekämpfung mit TransFair


Karin Kortmann, parlamentarische Staatssekretärin im Entwicklungsministerium, resümierte auf der Jubiläumspressekonferenz: „Der Faire Handel bietet nicht nur hervorragende Produkte an, sondern ist selbst zu einem der erfolgreichsten Produkte der Entwicklungszusammenarbeit geworden. Er hat sich von einem Nischenangebot zu einem Markenartikel in den führenden Handelsketten entwickelt. Dank des wachsenden Interesses von Verbraucherinnen und Verbrauchern, nimmt das Interesse an gesunden Produkten, an fairen Arbeits- und Handelsbedingungen und fairen Löhnen weiter zu. Mit dem Kauf fair gehandelter Produkte leisten sie jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung."

Seit 15 Jahren schafft die Siegelinitiative TransFair faire Chancen für Kleinbauern und Plantagenarbeiter in Afrika, Asien und Lateinamerika. In dieser Zeit wurden in Deutschland über 100.000 Tonnen Fairtrade-gesiegelte Produkte verkauft, die einen Umsatz von 850 Mio. Euro erzielten. Die Partnergruppen in den Entwicklungsländern erwirtschafteten 200 Mio. Euro Direkteinnahmen.

Von der Arbeitsgemeinschaft Kleinbauernkaffee hin zum weltweit größten Sozialzertifizierer blickt TransFair auf eine bewegte Geschichte im Fairen Handel zurück. Inzwischen sind Fairtrade-gesiegelte Produkte in 27.000 Supermärkte und allen Weltläden und Naturkostläden erhältlich. Nach Kaffee folgten Tee, Kakao, Schokolade, Honig, Fruchtsäfte, Bananen, Wein, Eis, Gebäck, Reis, Fußbälle und Rosen.

Mit dem 15jährigen Jubiläum verzichtet TransFair auf die Nennung der Wortmarke TransFair im Produktsiegel. Damit ist die Umstellungsphase nach vier Jahren auf das international einheitliche Siegel in der Wort- und Bildmarke abgeschlossen. Das einheitliche Siegel erleichtert den internationalen Warenverkehr. Schon 42 Prozent der Deutschen erkennen das neue Siegel.

Die Kaffeekooperative La Florida ist eine von 600 Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die vom Fairen Handel profitieren. Mit Hilfe der Fairtrade-Gelder wurde in der abgeschiedenen Region Straßen und Schulen gebaut und ein landwirtschaftliches Fortbildungszentrum für Kaffeebauern eingerichtet, in dem die neusten Anbaumethoden unterrichtet werden. Ein Teil der Fairtrade-Prämie wird für die Umstellung auf ökologischen Landbau genutzt. Und das langjährige Qualitätsmanagement des Fairen Handels führte dazu, dass die Preisabschläge aufgrund mangelnder Qualitäten schon lange der Vergangenheit angehören.

Pünktlich zum Geburtstag geht das Fairtrade-Quiz online. 15 Wochen lang stellt TransFair wöchentlich neue Fragen aus dem Fairen Handel. Der Hauptpreis ist eine Reise nach Peru zu Fairtrade-Produzenten.

Hintergrund:
TransFair e.V. vergibt sein Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. TransFair e.V. wird von 36 Organisationen wie zum Beispiel Misereor, Brot für die Welt, Unicef, Bund und der Verbraucher Initiative getragen. Für 1,4 Million benachteiligte Produzentenfamilien in 59 Ländern schafft der Faire Handel mit dem Siegel nachhaltig bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen. Produkte mit Fairtrade-Siegel sind in über 27.000 Supermärkten, Weltläden und vielen Naturkostmärkten sowie in 800 Kantinen und Hotels erhältlich.

Weitere Informationen: www.transfair.org

Bildtext: Karin Kortmann (l.) und Marie Luise Marjan. Foto: TransFair