65 Kulturen auf einem Teller – Die kulinarische Vielfalt Curaçaos

Afrika: Jambo
Beim traditionellen Gericht Jambo, das von den afrikanischen Sklaven und deren Nachfahren auf Curaçao etabliert wurde, handelt es sich um einen Eintopf. Die Hauptzutat ist die Okraschote, die als eine der ältesten Gemüsepflanzen der Welt gilt. Die Schoten werden in kleine Ringe geschnitten und mit getrocknetem Fisch, Shrimps, Fleisch und viel Brühe unter dauerndem Rühren langsam eingekocht. Insbesondere die schleimige Konsistenz mag für den europäischen Gaumen etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber mutige Feinschmecker sollten Jambo zumindest einmal probiert haben.

Venezuela: Arepa
Aufgrund der geographischen Nähe ist es nicht verwunderlich, dass auch die eine oder andere Leckerei aus Venezuela den Weg nach Curaçao gefunden hat. Gerade einmal 70 Kilometer liegt das südamerikanische Land von der größten der drei ABC-Inseln entfernt. Nicht nur bei Einheimischen, deren Wurzeln in Venezuela liegen, erfreuen sich Arepas großer Beliebtheit. Bei den runden, meist im Ofen ausgebackenen Maisfladen handelt es sich eigentlich um eine Beilage, jedoch gibt es auch ausgefallenere Versionen, die mit Fleisch, Gemüse und Käse gefüllt sind.

 

 

 

 

Bildunterschrift (r.): Streetfood – so wird Essen auf Curaçao zum Erlebnis. Foto: © Curaçao Tourist Board

 

Kolumbien: Pastechi
Pastechi findet man auf Curaçao fast an jeder Ecke. Man erhält sie in kleinen Läden, die sich am besten als Kiosk beschreiben lassen. Besonders beliebt sind die Teigtaschen als Frühstückssnack, den man sich schnell „mit auf die Hand“ nehmen kann. Die Snacks können als leicht abgewandelte Version der kolumbianischen Empanadas betrachtet werden und reist man quer durch die Karibik, wird man auf jeder Insel eine ganz eigene Interpretation der Empanadas entdecken. Füllungen gibt es für jeden Geschmack: Käse, Thunfisch, Schinken oder Gemüse sind hier nur ein paar Beispiele. Am besten man erkundigt sich vor Ort, welche Sorten tagesaktuell angeboten werden. Ein Geheimtipp für Pastechis ist die Panaderia Libanesa in Willemstad. Und nicht vom Namen der Bäckerei verwirren lassen: Dies ist letztendlich einfach nur ein weiteres Indiz für die fließenden Übergänge von Curaçaos Kultur(en).

Niederlande: Kroketten und Bitterballen
Reist man nach Amsterdam gehören Kroketten als Snack zwischendurch zum Standardprogramm. Aber auch unter der karibischen Sonne kann man das niederländische Nationalgericht genießen. Nicht ohne Grund wird Curaçao aufgrund der niederländischen Kolonialvergangenheit oftmals als Klein-Holland bezeichnet. Wieso sollte man sich also nicht einfach zwischen all den exotischen kulinarischen Erlebnissen eine kleine Portion Bitterballen gönnen, während man die kunterbunte Handelskade entlang spaziert?
(Quelle: Curaçao Tourist Board) 

Bildunterschrift (o.): Köchin in der Alten Markthalle in Willemstad. Foto: © Curaçao Tourist Board

 

Weitere Informationen:
www.curacao.com

 

Titelbild: Essen im Marshe Bieu. Foto: © Curaçao Tourist Board