BMEL: Deutsche wollen weniger Lebensmittel wegwerfen

Insgesamt 82 Kilo pro Kopf landen im Müll deutscher Haushalte (Studie der Universität Stuttgart). Am häufigsten Obst und Gemüse. Zwei Drittel dieser Lebensmittel wären durchaus noch genieß- oder verwendbar. Doch immer mehr Menschen in Deutschland erkennen das Problem und wollen aktiv zur Lösung beitragen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Demnach war neun von zehn Befragten bewusst, dass mit jedem weggeworfenen Lebensmittel, vom Apfel bis zum Brot, wertvolle Ressourcen wie Wasser und Energie verschwendet werden. Allein 700 Liter Wasser sind nötig, bis ein Kilo Äpfel im Laden angeboten werden kann, rund 1 000 Liter Wasser sind es für ein Kilogramm Brot. Für ein Kilogramm Käse sind es 5 000 Liter, für die gleiche Menge Rindfleisch sogar über 15 000 Liter. Dass der Einzelne etwas zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen ausrichten kann, davon sind mehr als zwei Drittel der Deutschen überzeugt.

Bundesweit sind es 69 Prozent – und zwar Männer und Frauen fast gleichermaßen. Wird das Bewusstsein auch in konkrete Taten übersetzt? Die Marktforscher fragten auch, wer in den letzten sechs Monaten bewusst Lebensmittelabfälle vermieden hat oder es in der nächsten Zeit tun will. Das Ergebnis: Mehr als drei Viertel der Deutschen sind aktiv gegen Lebensmittelverschwendung (77,8 Prozent). Das ist ein Zuwachs gegenüber 2015, als bei einer gleichen Befragung nur 72 Prozent angaben, selbst weniger wegzuwerfen oder wegwerfen zu wollen. Frauen sind übrigens deutlich tatkräftiger dabei, Lebensmittel vor der Tonne zu bewahren als Männer (83,9 Prozent gegenüber 71,4 Prozent).
(Quelle: BMEL)

Weitere Informationen:
www.zugutfuerdietonne.de

Titelbild: Jeder Deutsche wirft pro Jahr noch genießbare Lebensmittel im Wert von rund 235 Euro weg. Foto: © BMEL – photothek