Fairtrade-Kakaoabsätze 2016 verdoppelt

Ersten Hochrechnungen zufolge kauften Hersteller im vergangenen Jahr knapp 27.000 Tonnen fair gehandelten Kakao ein. Das Wachstum geht maßgeblich auf das Fairtrade-Kakaoprogramm zurück. Für 2017 haben sich weitere Partner verpflichtet, Kakao nach Fairtrade-Standards einzukaufen: darunter Halloren, Ritter Sport und Lambertz.

Ebenfalls positiv entwickelten sich fair gehandelter Haushaltszucker sowie Süßwaren mit mehreren Fairtrade-Zutaten wie Eiscreme, Tafelschokolade und Gebäck. Davon profitieren Kleinbauernorganisationen, denn sie erhalten für ihre Verkäufe über den fairen Handel neben stabilen Preisen eine zusätzliche Prämie für Gemeinschaftsprojekte. Schulungen zu Themen wie Kinderschutz, Klimaanpassung und gute Anbaupraktiken stärken die Organisationen.

Das Ende der EU-Zuckerquote im September 2017 birgt Risiken für Rohrzucker aus Entwicklungs- und Schwellenländern: „Wenn es nach Fall der Zuckerquote eine ähnliche Entwicklung gibt, wie wir sie bei der Milchproduktion erlebt haben, sehe ich die Existenz von Kleinbauern in Ländern wie Malawi, Swasiland oder Belize in Gefahr“ , warnte Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender von TransFair e.V. auf der ISM. Noch ist offen, wie sich der Fall der Quote auf Preise und Mengen von Rohrzucker auswirken wird. Die Befürchtung besteht, dass eine steigende Produktion innerhalb der EU für höheren Preisdruck in den Erzeugerländern des globalen Südens sorgen wird.
(Quelle: Fairtrade Deutschland)

 

Bildunterschrift (o.): Fairtrade-Kakao. Fotograf: Sean Hawkey

Weitere Informationen:
www.fairtrade-deutschland.de

 

Titelbild: Emma Georgette von der Faitrade-zertifizierten Kakao-Kooperative ECOOKIM aus der Elfenbeinküste. Fotograf: Nabil Zorkot