Bachritterburg Kanzach: Kochen und Backen wie im Mittelalter

 

 

 

 

Der Herbst war im Mittelalter wohl die beste Zeit des Jahres. Die Ernte war eingebracht und der Tisch reich gedeckt. Frisches Obst sowie Feld- und Gartenfrüchte bereicherten den täglichen Speiseplan; die Enten, Gänse und Hühner hatten sich eine ordentliche Fettschicht angefuttert. Im Winter jedoch konnte man sich nur von dem ernähren, was man vorher fachgerecht eingelagert hatte. Beizen, Einsalzen, Einsäuern und Räuchern waren gängige Methoden zur Erhaltung der Haltbarkeit bei den so wertvollen Nahrungsmitteln. Bäuerliche Haushalte schlachteten im Herbst einen großen Teil des Viehs, da das Futter nicht ausreichte, um alle Tiere über den Winter zu bringen. Dennoch gehörten Getreidebreie und -grützen das gesamte Mittelalter hindurch in allen Schichten zu den Hauptnahrungsmitteln.

Unter dem Motto „Küchenmeisterey anno 2016“ werden Mittelalterdarsteller aus verschiedenen Gruppen sich am 15. und 16. Oktober ans Küchenwerk machen. Der besondere Reiz liegt daran, dass hier ein realistisches Bild wiedergegeben werden kann, wie damals der Alltag mit Herren, Handwerkern, Knechten und Mägden ausgesehen haben könnte. Gerne werden zudem Fragen über die im Mittelalter gängigen Methoden zur Be- und Verarbeitung von Lebensmitteln beantwortet.

Weitere Informationen:
www.bachritterburg.de

 

Titelbild: © Mensch im Mittelalter