Jasmin Peschke baut am Schweizer Goetheanum Koordinationsstelle für Ernährung auf

 

 

 

 

Das tägliche Brot ist mehr als etwas zu essen. Saatgut, Anbau und Verarbeitung prägen die Lebensmittelqualität. Zur Kultur wird die Ernährung, wenn sozial wirksame Gesichtspunkte wie Nachhaltigkeit, fairer Handel und die Gestaltung des Umfeldes, in dem gegessen wird, berücksichtigt werden. Eine qualitativ hochwertige Mahlzeit, ansprechend und genussvoll zubereitet, ermöglicht, dass individuelle Aufgaben besser ergriffen werden können. Darüber hinaus wird man zum «Landschaftsgestalter der argentinischen Pampas, wenn man täglich ein saftiges Rindersteak isst. Denn dann wird dort mehr Gensoja angebaut», erklärt Jasmin Peschke.

Die Sektion für Landwirtschaft weitet mit der Koordinationsstelle für Ernährung ihre Kernkompetenzen in der biodynamischen Landwirtschaft aus. Die promovierte Oecotrophologin Jasmin Peschke wird Erkenntnisse rund um gesunde, verantwortungsbewusste Ernährung zusammenführen und sie in Form von Fortbildungsveranstaltungen für Profis und Verbraucher aufbereiten, um eine individuelle Ernährung anzuregen. «Ernährungsinitiativen aus allen Ländern bekommen mit mir eine Ansprechpartnerin», so Jasmin Peschke. Um die umfassende Bedeutung der Ernährung deutlich zu machen, zeigt sie auf, wie Züchtung, Landwirtschaft und Verarbeitung mit Arbeitsbereichen der Pädagogik und Medizin zusammenhängen, beispielsweise im Menüplan von Krankenhäusern, Schulen, Betrieben und Altenheimen.

Jasmin Peschke arbeitet eng mit dem Sektionskreis für Ernährung zusammen, eine Plattform für Vertiefungsarbeit und Austausch in Ernährungsfragen. Gegründet wurde der Sektionskreis von der Sektion für Landwirtschaft und der Medizinischen Sektion mit dem Arbeitskreis für Ernährungsforschung und kommt seit 2001 regelmäßig am Goetheanum in Dornach (Schweiz) zusammen.

Weitere Informationen:
www.goetheanum.org

 

Titelbild: Jasmin Peschke. Foto: Michele Melzer