Gläserne Backstube der Konditoren auf der Internationalen Handwerksmesse 2007


Nur wenige Wochen vor Ostern können sich die Messebesucher besondere Anregungen und Tipps für ihre häusliche Osterbäckerei holen; denn in der Gläsernen Backstube wird es erstmals zur Handwerksmesse so genannte Sprechöffnungen geben. Das heißt, interessierte Endverbraucher haben die Gelegenheit, den Konditormeisterinnen und Konditormeistern nicht nur beim Herstellen traditioneller Osterbackwaren zuzuschauen. Vielmehr kann sich das Publikum durch eigens angebrachte Öffnungen an den Glasscheiben der Gläsernen Backstube rund um das Thema Backen informieren. Die Konditor-Spezialisten und kreativen Back-Künstler geben bereitwillig Auskunft zu Fragen wie etwa „Wie kann man hohle Hühnereier mit flüssiger Schokolade füllen?“,“Wie bäckt man Osterlämmchen?“, „Was ist eine Eiweißglasur und wie bringt man sie auf Plätzchen auf?“ oder „Wie bleibt ein Hefe-Osterfladen am besten frisch?“ Die Konditormeisterinnen und Konditormeister verraten aber nicht nur Insider-Backtipps, sondern geben auch schon mal das eine oder andere Profi-Rezept heraus, um so die Lust am Nachbacken zu wecken “ oder, wenn das eigene Backergebnis nicht ganz so überzeugend gelingt, die Lust aufs Konditerngehen in den bayerischen Café und Konditoreien neu zu entfachen.

Trend-Scouts für Speiseeis werden zur Internationalen Handwerksmesse am Eiskiosk fündig werden. Die Konditoren wollen diesmal wieder mit ganz neuen, geschmacklich ungewöhnlichen Eisspezialitäten das Messepublikum überraschen und sicherlich auch manchen Eismuffel zum Fan für heißgeliebte Eis-Variationen umstimmen können.

Doch damit nicht genug. Erneut haben die Konditoren die Snack-Schiene ausgebaut. Sei es im pikanten oder im süßen Bereich. Ein gesunder Genuss ohne Reue “ diesem Verbraucherwunsch folgen die Betriebe der Konditoren-Innung in Bayern. So wird es auf der Handwerksmesse vor allem um die Fit-Fruchttorte gehen. Tortenstück für Tortenstück verspricht diese fruchtige Kreation nicht nur vollen Geschmack, sondern “ bezogen auf 100 g “ weist sie lediglich 1,3 % Fett auf. Der leichten Linie folgen die Konditoren etwa auch bei Kleingebäcken, zubereitet mit Joghurt oder Quark.

Auf dem Stand der Konditoren-Innung Altbayern und Franken werden sich auch diesmal wieder rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter sieben Meisterkonditoren, in der Gläsernen Backstube, im Verkauf sowie im Sitzcafé (200 Plätze) und in der Cafébar (etwa 30 Sitz- und Stehplätze) messetäglich von früh bis spät für das Wohlergehen des Publikums einsetzen. Darüber hinaus engagieren sich unter Thomas Lugeder, Fachleiter der Münchner Meisterschule für Konditoren, mehr als ein Dutzend seiner Studentinnen und und stellen ihre handwerklichen Fähigkeiten mit leckeren Feingebäcken, schmackhaften Kuchen und variantenreichen Torten sichtbar unter Beweis.

Für das jüngere Messepublikum, das sich über die Perspektiven in diesem Nahrungsmittelhandwerk informieren möchte, steht Lehrlingswart Wolfgang Rother als Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Berufsausbildung zur Verfügung. Auf Wunsch unternimmt der Konditormeister mit Schulklassen Führungen in der Backstube und zeigt die Kaffeebereiche, um so das Interesse am Beruf des Konditors/in oder der Fachverkäuferin zu wecken; denn am besten gewinnt man direkt vor Ort einen ersten Eindruck über die Vielfalt des Konditorenhandwerks.

Hintergrund:
Im Landesverband des bayerischen Konditorenhandwerks sind derzeit rund 500 Konditoren organisiert. Es werden insgesamt etwa 1.150 Konditorinnen/Konditoren und 520 Konditorei-Fachverkäuferinnen ausgebildet. Der Anteil der weiblichen Lehrlinge in der Backstube beträgt etwa 65 Prozent. In der Konditorei gibt es noch freie Lehrstellen, speziell im Verkaufsbereich. Insgesamt sind in den bayerischen Konditorei-Cafés etwa 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresumsatz betrug in 2005 etwa 360 Mio. Euro.