„Gusto“ 2014 auf dem Markt

Im „Gusto“ kommen nicht alleine Hohepriester der Kochkunst und Gourmettempel zu ihrem Recht, auch die vielen einfachen gastlichen Stätten, in denen mit Ehrgeiz gekocht und wohlschmeckende Gerichte serviert werden, finden gebührende Erwähnung. Die Skala reicht – so steht es auf dem “Gusto“ geschrieben – von der ambitionierten Landküche bis zu Gourmet-Highlights.

Bewertungskriterium ist die Pfanne, fünf sind das mindeste, zehn das höchste der Gefühle. Daneben gibt es noch den „Aspiranten-Pfeil“. Er weist darauf hin, dass gut, aber eben noch nicht ganz „pfannenwürdig“ gekocht wird, doch die Richtung stimmt.

Dreizehn Köche – leider ist keine einzige Frau mit dabei – dürfen sich über den „Pfannenzehner“ freuen. Zum „Koch des Jahres“ wurde Diethard Urbansky vom Restaurant Dallmayr in München gekrönt.

Was die landschaftliche Verteilung der guten gastlichen Stätten betrifft, hat Baden-Württemberg eindeutig die Nase vorn mit reichlich Schlemmerzielen rund um Heilbronn, Stuttgart, Pforzheim, Karlsruhe, quer durch den Schwarzwald, rund um den Bodensee (auf deutscher Seite). Auch die Bayern, zumal im Süden, können aus dem Vollen schöpfen. Die anderen Bundesländer – besonders die ostdeutschen – können mit Fug und Recht als Gourmet-Diaspora bezeichnet werden. Das sagen wir jetzt mal aus südbayerischem Hochmut heraus.

Ach ja, Hochmut: Es muss heißen die „bestbewerteten Restaurants“ und nicht, wie im Gusto die „bestbewertesten“ Restaurants. Eine Pfanne Abzug!

Brikada-Bewertung: Ein sehr praktischer Kompass durch die kulinarische Landschaft Deutschlands.
Übrigens, ab sofort gibt es „Gusto“ auch in der Online-Version: edel, exquisit – vor allem der optische Auftritt!
Doris Losch

Gusto Deutschland 2014, gebunden, Euro 24.90, ISBN 978 3 938662 29 8, erschienen im Verlag Gusto Media, Landsberg/Lech.

Weitere Informationen:
www.gusto-online.de

Bei Amazon kaufen