Ostereier bunt wie die Natur


Manche Verbraucher lehnen künstliche Ostereierfarben grundsätzlich ab, andere befürchten, dass durch geplatzte Schalen oder poröse Stellen Farbe an das Eiweiß gelangt, durch das bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen ausgelöst werden können. Die Farben enthalten nämlich “ wie das Deutsche Grüne Kreuz mitteilt “ oft Azofarbstoffe, die als schwache Allergene bekannt sind.
Eine gesunde, wenn auch etwas mühevollere Alternative ist das Selberfärben mit natürlichen pflanzlichen Zutaten. Durch das Abkochen von Gemüsen, Früchten, Tee oder mit Hilfe von Gewürzen kann man eine ganze Palette natürlicher Farben erzielen. Ein Sud aus ungeschälten Zwiebeln, Blaukraut oder Heidelbeeren ergibt bräunliche bis bläuliche Farbtöne; durch Spinatsaft erzielt man grüne, durch den Saft von Roter Bete rote Eier. Mit Holundersaft und dem Absud von getrockneten Heidelbeeren gelingen violette Farbtöne, mit Mate-Tee ein zartes Lindgrün. Mit starkem Kamillensud oder in heißem Wasser gelöstem Safran färbt man die Eier gelb. Vorsicht allerdings, wenn man statt des teuren Safran das billigere Gewürz Kumin (Gelbwurz) nimmt, das übrigens als Zusatzstoff E 100 in vielen Lebensmitteln wie zum Beispiel Senf, Curry, Suppen, Saucen, Kartoffelflocken, Süßwaren oder Getränken enthalten ist “ es kann in Einzelfällen Nesselsucht, Neurodermitis oder Asthmaanfälle auslösen!
Die Eier werden in dem filtrierten Sud aus den Pflanzenbestandteilen hartgekocht und darin zwischen 5 bis 60 Minuten belassen, je nachdem wie kräftig der Farbton sein soll. Noch leuchtender werden die Farben, wenn man in dieses Farbbad einen Schuss Essig gibt.
Ein weiterer Profitipp für das Eierkochen: Die Eier nicht aus dem Kühlschrank ins kochende Wasser geben, sondern zuvor in handwarmes Wasser tauchen. Dann platzt die Schale garantiert nicht und das Eierfärben macht noch mehr Spaß. brä