VSB: Geflügel: Qualität hat ihren Preis


„Wer den Festtagsschmaus uneingeschränkt genießen möchte, sollte zu Geflügel aus extensiver Haltung oder zu Bio-Ware greifen“, empfiehlt Gisela Horlemann, Diplom-Ökotrophologin beim VSB.

Begriffe wie „artgerecht“, „tiergerecht“ oder „bäuerlich“ sind gesetzlich nicht definiert. Dahinter verbirgt sich in der Regel die intensive Bodenhaltung. Gesetzlich erlaubte Bezeichnungen sind „extensive Bodenhaltung“, „Freilandhaltung“, „bäuerliche Freilandhaltung“ oder „bäuerliche Freilandhaltung – unbegrenzter Auslauf“.

Werden die gesetzlich geschützten Begriffe „Bio“, „Öko“ oder „aus biologisch-dynamischer Erzeugung“ angegeben, handelt es sich um echte Bioware, die für eine extensive Produktionsweise mit noch strengeren Anforderungen an Auslaufflächen und Futter steht. Eine vorbeugende Medikamentengabe ist hier verboten.

„Geflügel aus extensiven Haltungsformen überzeugt durch ein festeres, aromatischeres und dunkleres Fleisch, das beim Braten weniger Wasser verliert als Geflügelfleisch aus intensiver Mast“, stellt die VSB-Ernährungsberaterin fest. Die Geflügel-Qualität ist auch am Preis erkennbar, der bei Turbo-Mastgänsen aus Polen oder Ungarn bei circa zwei Euro pro Kilogramm, bei Bioware mit viel Auslauf im Freien bei über 20 Euro pro Kilogramm liegen kann.

Verbraucher, die genau wissen möchten, woher die Tiere stammen, wie sie gehalten und gefüttert werden, kaufen am besten direkt beim Erzeuger z. B. im Hofladen oder auf Wochenmärkten ein.

Weitere Informationen:
Tel. 089/ 55 02 87 12
www.verbraucherservice-bayern.de
(Der Link wurde am 19.11.2012 getestet.)

Foto: bk.