Bulgarien: Die Käsekunst der Thraker


Käse aus Bulgarien hat eine 5000-jährige Tradition. Erste Käse-Erzeuger waren die Thraker. Für sie war Käse eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Heute widmen sich in Bulgarien über 120 nationale Molkerei-Unternehmen, die sich zur Assoziation der Milchverarbeiter zusammengeschlossen haben, der wiederbelebten Käsekunst. Ziel ist u.a., Sirene und Kaschkaval auf dem europäischen Markt zu integrieren, keine leichte Aufgabe angesichts der Fülle bayrischer, deutscher, französischer, italienischer etc. etc. Käsesorten.

Doch die Produkte haben durchaus ihren eigenen Charakter aus bäuerlicher Tradition. Sirene ist ein weißer Salzlakenkäse aus Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch. Sanft und körnig, eignet er sich nicht nur als Tafelkäse, sondern auch zum Verfeinern von Salaten und auch für die warme Küche. Er ist mit Joghurt verfeinert.

Kaschkaval ist ein gelber Hartkäse, der ebenfalls wahlweise aus Kuh- oder Schafsmilch produziert wird, von dichter geschmeidiger Konsistenz ist (ohne Löcher) und kräftig schmeckt. Kulinarisch ist er ein Allrounder, unerlässlich etwa für „Patatnik“, eine herzhafte geröstete Spezialität aus Kartoffeln, Käse und Kräutern.

Beide Sorten passen zu bulgarischen Trimontium-Wein, wie Sauvignon Blanc von der Schwarzmeerküste oder Cabernet Sauvignon aus der Region Thrakien.
PS: Dass Bulgarien in Sachen Milch & Käse durchaus Kompetenz besitzt, zeigt die Entdeckung des bulgarischen Arztes Grigorow: Vor über 100 Jahren stieß er auf das „lactobacillus bulgaricus“, ein Bakterium, das sich positiv auf die Darmflora auswirkt.
Doris Losch

Weitere Informationen:
www.european-dairy.com
www.ic-gruppe.com

Bildunterschrift: Schopska Salat mit Sirene, Zwiebeln, Tomaten, Oliven und Gurkenscheiben.

(Die Links wurden am 12.05.2011 getestet.)