Martina Brandl: „Schwarze Orangen“


Es könnte so idyllisch sein in dem kleinen Ort Maulheim irgendwo in Süddeutschland mit Frau Jasmins Obst- und Gemüsegeschäft am Waldrand, dem charmanten schwulen Grafen von Stelten, der hutverrückten Yvonne und Bastl, dem Hiwi von Frau Jasmin. Bastl hat einen Schlag bei Frauen und Maulheim hat ein wunderschönes Freibad, doch der Bademeister… Und was hat Frau Klammroth eigentlich vor, die täglich Obst und Gemüse einkauft? Aber dann gibt es Tote, das heißt ….

Jedenfalls taucht ein Kommissar auf, der sich dauernd im Obst- und Gemüseladen Notizen macht und jedes Mal genau fünf Schalotten verlangt. Außerdem besitzt er ein pinkfarbenes Notebook! Ganz wichtig ist die Frage, ob man Kumquats wirklich mit Brombeeren kreuzen kann und ob Obst generell bekömmlich oder nicht doch das solide heimische Gemüse zu bevorzugen sei. Im Freibad, in dem Frau Klammroth zu den Stammschwimmern gehört, kreuzt plötzlich eine kleine Frau mit einer weißen Sonnenbrille auf. Wer ist sie?

Es geht kreuz und quer in dem Kriminalroman – oder ist es gar kein Kriminalroman? – , Leserinnen werden auf höchst amüsante Weise in die Irre geführt. Immer wieder mischt sich die Autorin in die Geschichte ein und gibt ihren Senf dazu. Erwiderungen und Einwürfe sind sinnlos, denn sie kann die Leserinnen ja nicht hören, glücklicherweise, denn das würde die Sache vollends verwirren.

brikada-Bewertung: Äußerst witzige Lektüre, vorzugsweise im Freibad zu lesen, am besten mit einem Fruchtcocktail oder einer kalten Gurkensuppe. Spargelsalat käme auch in Frage. Unbedingt lesen!
Doris Losch

Leserbewertung:
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Martina Brandl: „Schwarze Orangen“, 240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 16.95 Euro, ISBN 978 3 502 11059 0, erschienen bei Scherz, einem Verlag der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt.

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