Erdbeeren – Süße Sommerboten voll Aroma


Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland durchschnittlich 3,57 Kilogramm Erdbeeren pro Haushalt verzehrt, stellte die Centrale Marketinggesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) fest. Erdbeeren werden zwar ganzjährig aus südlichen Zonen eingeführt, doch mit frischen Erdbeeren aus der Region können sie geschmacklich nicht konkurrieren. Wer sie nicht im eigenen Garten anbauen kann oder will, was recht viel Sachverstand und Mühe erfordert, kann Erdbeeren zurzeit auf überall angelegten Selbstpflückplantagen ernten.

Erdbeeren enthalten zu 90 Prozent Wasser, doch in den verbleibenden 10 Prozent stecken mehr als 300 wertvolle Substanzen. Sie haben einen Vitamin-C-Gehalt von 65 mg pro 100 Gramm Fruchtfleisch, also mehr als Zitronen oder Orangen; dies entspricht 65 Prozent der täglich empfohlenen Bedarfsdeckung. Außerdem weisen sie einen hohen Gehalt an wertvoller Folsäure auf und sind reich an den Mineralstoffen Kalium und Magnesium. Kalium ist bei der Regulation des Wasserhaushalts im Körper behilflich; deshalb wirken Erdbeeren auch entwässernd. Magnesium unterstützt die Nerven- und Muskelfunktion. Und dies alles bei nur etwa 32 bis 37 Kalorien pro 100 Gramm! Die süßen Früchtchen enthalten auch Phosphor und Eisen, Pektin und ätherische Öle, regen die Verdauung an und sind stoffwechselfördernd.

Wie vielseitig Erdbeeren sich verwenden lassen, weiß jede Hausfrau. Ihr Aroma passt besonders gut zu Milch, Quark, Joghurt, Schlagsahne, Eiscreme und wird durch Zucker noch gehoben. Kuchen, Torten und Desserts geben sie letzte Vollendung. Man kann sie aber auch zu außergewöhnlichen Kreationen verwenden, wie etwa Erdbeeren mit grünem Pfeffer oder einer Mischung aus Erdbeeren, Balsamico-Essig und frischem Basilikum, die zu Fleisch- oder Fischgerichten serviert wird. In Zartbitterschokolade getaucht, werden aus Erdbeeren edle Pralinen. Und schließlich kann man ihr Aroma auch für den Winter in Konfitüren oder Gelees konservieren. Die Gärtnererdbeere gedeiht übrigens von Mai bis Oktober “ also noch viel Zeit, sie zu genießen.
Nur eines gilt es beim Pflücken und beim Verzehr frischer Erdbeeren zu beachten: Sie sollten immer mit Kelch und kleinem Stängelansatz geerntet und auch mit diesem gewaschen werden. Denn das Grün versorgt die Scheinfrucht während des Wachstums mit den notwendigen Nährstoffen, lagert den „Zucker“ ein und schützt das empfindliche und aromatische Innere vor Austrocknung. Durch das Waschen wird der zuletzt eingelagerte „Zucker“ und damit der aromatische Geschmack ausgewaschen. Ein weiterer Tipp: Erdbeeren gehören zu den nicht nachreifenden Obstsorten, also sollte man möglichst rote, reife Beeren ernten oder kaufen, wenn man den vollen Genuss haben möchte.
Quelle: CMA