KDFB/VSB: Softdrinks – flüssige Süße


"Problematisch ist der oft recht hohe Zuckergehalt", warnt Gisela Horlemann, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern (VSB) im KDFB. Ein Getränk mit 330 ml enthält etwa 10-12 Stück Würfelzucker. Wer eine solche Energiemenge täglich zusätzlich aufnimmt, kann dadurch in einem Jahr 6 kg zunehmen. Außerdem wirkt Zucker weniger sättigend, wenn er in flüssiger Form zugeführt wird. Deshalb scheint auch die Wirkung zuckerhaltiger Getränke auf das Körpergewicht ausgeprägter zu sein, wenn diese zwischen den Mahlzeiten auf nahezu leeren Magen getrunken werden.

Bei Kindern konnte ein negativer Einfluss von koffeinhaltigen Limonaden auf die Knochenentwicklung festgestellt werden. Kinder und Jugendliche, die häufig zuckerhaltige Getränke trinken, verzehren darüber hinaus meist weniger Milch und Milchprodukte sowie proteinreiche Nahrungsmittel. Dies kann zu negativen Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel und damit zu einem erhöhten Osteoporoserisiko im Erwachsenenalter führen. "Softdrinks als Getränk sollten die Ausnahme sein", so die Diätassistentin Erni Sandtner vom VerbraucherService Bayern im KDFB. Sie empfiehlt Saftschorle, um den Durst zu löschen.

Weitere Informationen:
www.verbraucherservice-bayern.de

(Der Link wurde am 07.05.2010 getestet.)