Foodyfoodplayer: Mit dem Essen spielt man doch!


Foodyfoodplayer – so genannt in Anlehnung an den Comic-Charakter Woody Woodpecker – heißt das neue Portal zu PC-Spaß rund um das Thema Essen und gesunde Ernährung. Mit viel Spaß, ohne erhobenen Zeigefinger und ohne Gejammere über "die dicken Kinder heute".

Mädchen und Jungen ab neun Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene nähern sich unter einem speziellen Internetportal (siehe Textnede) seit März 2008 der Kulinarik. Der "Fun-Faktor", eine absolute Bedingung für "Kids" und Jugendliche des 21. Jahrhunderts, steht dabei obenan. Als erstes schauen aus der Website zwei kulleräugige Spiegeleier heraus – die beiden "o" von Foody. Und dann geht die Post ab mit "Go Chef Go", mit Foodjogging, interaktiven Spielen, Rezepten, Kochanleitungen in Wort und Bild, persönlich von Dr. Barbara Rias-Bucher ausprobiert und fotografiert. "Ich habe alles nachgekocht an meinem ganz normalen Herd und die einzelnen Schritte aufgenommen. Es kann wirklich jeder mitmachen."

Die Autorin will die Neugier wecken. Essen ist bekanntlich ein ziemlich emotionaler Vorgang, dem man allein mit Ratio, Kalorienrechnungen und Nährwerttabellen nicht beikommen kann. Spielen ist ebenfalls sehr emotional. "Ich habe versucht, beides zusammenzubringen. Kochen ist heute eine Freizeitbeschäftigung, hat mit Lifestyle zu tun. Die Küche ist heute Kommunikationszentrum, nicht mehr wie einst das so genannte Reich der Frau."

Wenn der Chef, ein lustiger Genießertyp, unter "Go Chef Go" nach der Devise "Mit dem Essenspielt man doch" loslegt, kommen Köstlichkeiten wie Glasnudelsalat mit Ingwerdressing oder Spagetti mit Mangoldsauce ins Spiel. Beim Küchenpuzzle heißt es höllisch-scharf aufpassen, sonst verbrennen die Puzzleteile auf dem Teppan-Grill. Die Rubrik Spotlight informiert u.a. über den Ernährungsführerschein, den Kinder der dritten Grundschulklasse machen können, und beantwortet Fragen wie "Warum Bio?" und "Ist Zucker schädlich?"

Das Foodjogging verlangt Geschicklichkeit. Den Spielern fliegen die Lebensmittel entgegen. Je nachdem, was man sich einfängt, verändert sich die Figur auf dem Bildschirm, sie wird dicker oder dünner. Fängt jemand nur Schokolade und Würstchen, wird die Figur immer dicker, langsam und träge. Wer nur Gemüse und Kräuter schnappt, hat es dann mit einer viel zu dünnen Figur zu tun. Jedes Spiel wird mit einem Rezept belohnt. Ist die Figur zu dünn oder zu dick, erhält man auch das Rezept nicht.

Der Erfinderin von foodyfoodplayer gefällt es nicht, wenn "immer so getan wird, als ob alles mögliche ungesund sei wie Fett". Die positive Seite müsse hervorgehoben werden. "Es kommt doch auf die gesunde Mischung an. Ich will die jungen Leute dazu anregen, bunt zu mischen. Ein schlechtes Gewissen beim Essen sollte niemand haben und braucht auch niemand zu haben, wenn man die Vielfalt nutzt, das Angebot ist ja vorhanden." Dann kann es also losgehen, bei foodyfoodplayer!

Über die Autorin:
Dr. Barbara Rias-Bucher hat Germanistik, Philosophie und Volkskunde studiert. Promoviert hat sie über den romantischen Schriftsteller E.T.A. Hofmann. Ihre rund 150 Kochbücher, u.a. über vegetarische und vollwertige Ernährung, wurden in elf Sprachen übersetzt, darunter ins Brasilianische. Mit foodyfoodplayer will sie Kindern und Jugendlichen zeigen, wie lecker gesundes Essen sein kann und wie viel Spaß Kochen machen kann.

Das Gespräch führte Doris Losch

Weitere Informationen:
www.foodyfoodplayer.de

(Der Link wurde am 12.06.2008 getestet.)