Landfrauen: 43.000 Kinder entdeckten die Landwirtschaft (Nachbericht)


Zur zentralen Eröffnungsveranstaltung waren Landesbäuerin Annemarie Biechl mit der Schirmherrin des diesjährigen Kindertages, Barbara Stamm, 1. Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, auf dem Betrieb von Familie Seitz in Baierbrunn bei München erschienen.

Ziel der bayernweiten Veranstaltungen ist, den Kindern Kontakt zur Landwirtschaft zu ermöglichen und ihnen spielerisch einen realistischen Eindruck vom Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof zu vermitteln. Viele Kinder hätten keine Vorstellung davon, woher die Lebensmittel kommen und wie sie erzeugt werden, so Landesbäuerin Annemarie Biechl. Fragen rund um die Landwirtschaft und ihre Produkte werden ihnen aus der Praxis heraus beantwortet. Zusätzlich wird den Kindern beispielhaft die Zusammenhänge bei der Lebensmittelerzeugung vom Acker bis zum Teller aufgezeigt. „Kinder sollen erleben, dass Milch nicht aus dem Karton, sondern von der Kuh kommt" fasst Biechl zusammen. Die Landesbäuerin sieht im Kindertag auch eine wirksame Möglichkeit, Kinder frühzeitig an das Wissen um gesunde Ernährung heranzuführen.

Auf dem Milchviehbetrieb von Familie Seitz steht alles im Zeichen der Milch. Etwa 30 Kinder umliegender Schulen sahen, wo und wie Kühe gehalten werden. Auch wie man eine Kuh melkt und was anschließend mit der Milch geschieht, erlebten sie live mit. „Wir haben rund 50 ha Land und zählen zu den drei Vollerwerbsbetrieben der insgesamt sechs Landwirtschaftsbetriebe dieser Region“, erklärte Landwirtin Anni Seitz.

„Ich kann euch Kinder nur ermuntern, euch möglichst viel anzuschauen, alles zu fragen, was euch einfällt und dabei viel Spaß und Freude zu haben“, rief Schirmherrin Barbara Stamm den Schulkindern zu und ergänzte: „Heute seid ihr zu Gast bei einem Milchviehbetrieb, das heißt ihr könnt euch genau anschauen, woher die Milch kommt, wie sie verarbeitet wird, wohin sie geliefert wird. Und vielleicht dürft ihr ja auch einen Schluck frischer Kuhmilch probieren.“

Zugleich unterstrich Frau Barbara Stamm das Engagement der Landfrauen im Bayerischen Bauernverband, die den Kindertag als „Erlebnis- und Schnuppertag“ mit initiiert haben. „Mit ihrem Einsatz ermöglichen sie nicht nur ein ursprüngliches und dabei rücksichtsvolles Genießen der Landschaft, sondern bringen den Menschen auch die jeweilige Region in ihrer kulturellen Prägung nahe, deren Brauchtum, Dialekt oder auch die regionale Küche“, lobte Frau Stamm. „Durch ihre tägliche Arbeit, durch ihr ehrenamtliches Engagement und auch durch Projekte wie den Kindertag wird die Bedeutung der Landwirtschaft für den ländlichen Raum, aber auch die Lebendigkeit der ländlichen Region deutlich. Sie sind die Leistungsträger des Gemeinschaftslebens im ländlichen Raum“, fasste sie zusammen.

Hintergrund:
Der Kindertag als „Erlebnis- und Schnuppertag“ wurde 1998 ins Leben gerufen und fand in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. Kinder können dabei Landwirtschaft und Natur hautnah erleben und sich ein Bild vom Leben auf dem Bauernhof machen. In ganz Bayern hatten sich diesmal etwa 730 Betriebe am Kindertag beteiligt. Bei ihnen waren in den letzten beiden Juniwochen etwa 43.000 Kinder zu Gast.

Weitere Informationen:
www.bayerischerbauernverband.de und Naturlandhof Seitz

(Der Link wurde am 03.07.2007 getestet.)